Gewerbliche Berufsschule Wetzikon GBW

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Chronologie

1848 bis 1900

Vor 1848 waren in der Schweiz die Handwerker durch Konkurrenzverbote geschützt. Internationale Freihandelsverträge führten Tausende von Handwerkern direkt in den Konkurs. Die Übrigen schlossen sich zu Verbänden zusammen. Grenzen schliessen – Weiterbildung fördern? - Allerorten wächst die Bereitschaft zu liberalen Lösungen durch beaufsichtigte Begleitung und Förderung der Lehrlinge.[1]

1859 Das neue Schulgesetz ermächtigt den Regierungsrat gemeinnützige Bestrebungen von Korporationen und Privaten zur Hebung der Volksbildung, insbesondere zur Fortbildung der aus der Volksschule entlassener Jugend durch Staatsbeiträge zu unterstützen.[2]

1862 Angeregt durch die Sekundarschulpflege bildet sich eine Gesellschaft von 70 Schulgenossen, die sich Gewerbeverein nennen. Der Jahresbeitrag von 1 Franken pro Mitglied soll die Gewerbeschule unterstützen. Reglement: Die Vorsteherschaft der Gewerbeschule besteht aus dem Vorstand des Gewerbevereins, fünf Mitgliedern der Schulkommission und den Lehrern. Jährliches Schulgeld für gesamten Unterricht 2 Franken. Unentschuldigte Absenzen werden pro Schulstunde mit 10 Rappen gebüsst. Der ortsansässige Gewerbeverein Wetzikon gründet im Dezember 1862 die erste Gewerbeschule.[3][4]

1863 Am 10. Mai Start des Gewerbeschulbetriebes. Als Präsident der Gewerbeschul-Kommission konnte Kantonsrat Hans Heinrich Ryffel 50 Schüler begrüssen. Die Schulgemeinde Oberwetzikon hatte unentgeltlich ein Schullokal zur Verfügung gestellt. Unterricht jeweils an Werktagabenden von 19 bis 21 Uhr oder Sonntagmorgen von 10 bis 12 Uhr. Jährlicher Staatsbeitrag 200 Franken; Erste Lehrer: Meier für Sprache und Rechnen – Sekundarlehrer Beglinger für Zeichnen bis 1878, nachher Lehrer Weber, Oberwetzikon.

1867 Ausser Rechnen, Deutsch, Geometrie und Zeichnen wird neu auch Französisch und Englisch unterrichtet.[5][6]

1870 In Rüti nimmt die Berufsschule ihren Betrieb auf. Erst jetzt führen Gewerbeverein und Gewerbeschule gesonderte Protokolle.[7]

1876 In Kempten entsteht unter Leitung der „Lesegesellschaft“ eine Fortbildungsschule. Lehrer: Adolf Handschin.

1881 Am 10. Dezember reichen 65 Gewerbetreibende und Handwerker dem Gewerbeverein ein Gesuch ein, an einer Gewerbeausstellung auch Schülerarbeiten sämtlicher Gewerbeschulen des Bezirks zu zeigen.

Bericht Gewerbeschule Wetzikon 1897

1884 Der Bund bezahlt Beiträge; Neue Bezeichnung: „Gewerbeschule“; Neues Fach: Zeichnen – wird jeweils am Sonntagmorgen erteilt. Die eidgenössischen Räte beschliessen die Förderung der Berufsschulen. - Zitat von Heinrich Bendel, der im Auftrag des Gewerbeverbandes für diese Förderung den Anstoss gibt: „Es wird gefordert, dass der Unterricht … das Gedächtnis nicht überlade. Das Hauptziel soll die Anleitung zum selbständigen Denken und Arbeiten sein. Zur Wissensvermittlung gehören Denkschulung – Führungsschulung - Erkennen betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge.“ Ab 1862 bis 1884 wird die deutsche Schrift verwendet; ab 1884 bis 1947 werden die Protokolle in lateinischer Schrift abgefasst; ab 1947 mit der Schreibmaschine.[8]

1900 bis 1960

1903 Die Motorenstrasse 100 (FBW) und die Mechanische Eisenwarenfabrik AG Kempten MEK nötigen zum Ausbau der Mechanikerabteilung.[9]

1906 Lehrer Bodmer wird „als bedeutende Stütze“ an die Gewerbeschule berufen und wirkt gleich als Schulleiter. Der Schulbesuch wird für Lehrlinge obligatorisch.[10]

Gewerbeschule Wetzikon, undatiert

1911 Der ganze Schulunterricht wird auf den Werktag verlegt.

1914 Die Primarschule wird zentralisiert; sie setzt ihren jährlichen Beitrag an die Gewerbeschule fest.

1917 Gründung des Kaufmännischen Vereins (26 Mitglieder).

1918 Gründung einer Gärtnerschule für die Bezirke Hinwil, Pfäffikon, Uster und Meilen.

1919 Landkauf „Guldisloo“ für neues Schulhaus mit vier Räumen für die Gewerbeschule geplant, die bisher zerstreut in Gasthäusern (Schweizerhof, Löwen), in Räumen der Stickerei Bünzli und von Hess-Spörri logierte.

Während Jahrzehnten fand der Unterricht hier im Tobelackerschulhaus statt

1920 Neu: eine Schreinerfachschule für Hinwil, Pfäffikon, Uster.

Auch im kleinen Tobelackerschulhaus wurde eine zeitlang die Gewerbeschule betrieben

1922 Die Schülerzahl steigt auf 220.

1923 Neu: Malerfachschule – ein Schulhaus-Neubau wird verworfen.

1924 Eine Spenglerfachschule wird eröffnet.

1926 Jetzt bekommt Wetzikon eine Zimmerleutefachschule.

1929 Eine Genossenschaft wird gegründet mit dem Zwecke, für geplante Fr. 500'000.-- ein Gewerbeschulhaus zu bauen. Das bisher gemeinsame Aktuariat des Gewerbevereins und der Gewerbeschule wird getrennt, Aktuar Bodmer.

1930 Ensteht eine Fachschule für Spengler und Installateure.

1932 Die Primarschule legt der Gemeinde ein Projekt für ein neues Primarschulhaus auf dem Guldisloo vor und möchte gleichzeitig ihre alten Oberwetziker - Schulhäuser der Gewerbeschule überlassen. Lehrer Bodmer und der Gewerbeschulkommission gelingt die Errichtung eines Gewerbeschulzentrums.

Das neue Guldisloo-Schulhaus 1934

1934 Neu besteht eine Fachschule für das Baufach. Das Gewerbeschulhaus (Guldislooschulhaus), an dessen Kosten der Kanton 70'000 Franken beiträgt, wird im September eingeweiht; - Neuer Name: Gewerbliche Berufsschule.[11]

Zeugnis Rosa Gossauer

1935 Als Folge der bestandenen Lehrabschlussprüfung erhält Rosa Gossauer, geb. 1919, (16½ Jahre alt) von der Gewerbe-Schule Wetzikon den „Eidgenössischen Fähigkeitsausweis als Damenschneiderin“. Die Lehrzeit dauerte fünf Semester und wurde bei Frau Ida Morf, Ettenhausen absolviert.

Schreiner-Fachschule 1934

1938 Neues kantonales Einführungsgesetz: Nur Gemeinden oder Berufsverbände als Träger der gewerblichen Berufsschule.

1940 Zimmerleute aus dem ganzen Kanton besuchen in Wetzikon die Berufsschule.

1947 Guido Fattorini (Wetzikon), bisher Primarlehrer, wird nach spezieller Ausbildung zum Gewerbeschullehrer und vollamtlichen Schulleiter. Künftig werden Protokolle mit Schreibmaschine geschrieben.

1949 Lehrkräfte an der Gewerblichen Berufsschule: Ernst Hefti, v. Hätzingen, geb. 1891, seit 1919, Guido Fattorini, v. Zürich, geb. 1907, seit 1947, Otto Lippuner, v. Grabs, geb. 1896, seit 1941, Heinrich Messerli, v. Rüeggisberg, geb. 1920, seit 1948, Georges Boesch, v. Mogelsberg, geb. 1916, seit 1944, Kurt Herter, v. Winterthur, geb. 1916, seit 1946 Karl Heussler, v. Basel, geb. 1887, seit 1922 Heinrich Oberholzer, v. Bauma, geb. 1890, seit 1930, Hermann Schlatter, v. Guntenschwil, geb. 1912, seit 1947, Fritz Tschopp, v. Basel, geb. 1918, seit 1948, Adolf Ungricht, v. Dietikon, geb. 1899, seit 1915, Jakob Walter, v. Schaffhausen, geb. 1885, seit 1915, Werner Wyss, v. Isenfluh, geb. 1905, seit 1944, Herbert Angst, v. Rheinau, geb. 1919, seit 1945.[12]

1951 In Oberwetzikon wird das neue Sekundarschulhaus (Lendenbach) bezogen; das Alte ist für die Gewerbeschule reserviert.

1957 Die Politische Gemeinde Wetzikon wird Trägerin der Gewerbeschule.

1958 Statistische Zahlen zur Gewerbeschule Wetzikon: Schülerzahl: 487; 6 hauptamtliche und 7 nebenamtliche Lehrer wöchentlich 3 Stunden geschäftskundliche Fächer (Deutsch, Korrespondenz, Rechnen, Buchführung, Wirtschafts- und Staatskunde); 5 Stunden berufskundliche Fächer (Zeichnen und praktische Facharbeiten).[13]

1960 bis 2000

1961/1962 Wetzikon sei die einzige Landgemeinde, die für die Gewerbeschule ein eigenes, und dazu noch ein so schönes Schulhaus, Gewerbeschulstrasse 10 (im Tobelacker) habe bauen können - Architektur: Hertig, Hertig+Schoch, Rindermarkt 5 Zürich (Kommissionspräsident Heinrich Hirzel). Zwar bewährt sich der Betrieb im Schulhaus bereits seit Ostern, die offizielle Einweihung findet Anfang Juli statt, in Anwesenheit von Gemeindepräsident Arno L’Eplattenier, Schulleiter Guido Fattorini, Vertreter und Delegierten des Kantons, der Schulen, der Bauverantwortlichen und beim abendlichen, von den Schülern geprägten Unterhaltungsteil mit vierzig Nummern im Beisein von rund 700 Gästen.[14]

Das neue Schulhaus an der Gewerbeschulstrasse

1970 Wird im Kanton Zürich die Berufsmittelschule eingeführt; 1975 steckt die Bildungsdirektion noch voll in Auswertung und Behebung laufend sich ergebender neuer Zielkonflikte: Schulmodelle – Koordination des Lehrstoffes – Absenzen wegen BMS am Arbeitsplatz – bundesweite neue Berufsreglemente und Lehrpläne für geistig anspruchsvolle Berufe usw.[15]

1973 Guido Fattorini übergibt mit Ende des Schuljahres die Leitung an seinen Nachfolger, Inspektor Paul Sommerhalder (Bertschikon/Gossau), bisher Präsident des Schweizerischen Verbandes für Gewerbeunterricht und seit langem an der Ausarbeitung von gestalterischen und verordnerischen Grundlagen für Gewerbeschulen mitbestimmend. Er bleibt Koordinator der Berufsmittelschulen von Zürich, Winterthur und Wetzikon. – Seine Aufgabe sieht er im Ausbau des Beratungsdienstes für Lehrlinge – Bildung von Fähigkeitsklassen - Vertiefung der Allgemeinbildung – Einführung des Turn- und Sportunterrichtes – Erweiterung der Freifächerkurse – Ausbau der Experimentier- und Demonstrationsanlagen. Auswirkungen im Oberland: Rüti soll Zentrum für Maschinenbauberufe, Metallbau- und Konstruktionsschlosser, Textilberufe werden; Wetzikon für Auto- und Lastwagenmechaniker, Schreinerberufe, Maurer- und Hochbauzeichnerberufe, Elektromonteure und Gärtner; Uster soll ein geschlossenes Strukturbild mit maschinen- und elektrotechnischen Berufen bilden.[16][17]

1974 Rückblick nach Umstrukturierung der BMS: Leistungs- und Durchhaltewillen sind an der Berufsmittelschule Voraussetzungen zum Gelingen wie in anderen Mittelschulen. Die erfolgreiche Beendigung der Schulzeit besteht im Übertritt in ein Technikum. Lehrer Moritz Gut stellt Minimalisten, die meinen, im Betrieb dank Schulbesuch einen Tag fehlen zu dürfen, schlechte Aussichten. Schulleiter Paul Sommerhalder ergänzt, die Schule werde vermehrt von ihrem Recht Gebrauch machen, Unfähige oder Nachlässige nicht bis Ende Schulzeit mitzuschleppen, sondern von der BMS auszuschliessen. Kleinere Gewerbeschulen werden aufgehoben. Wetzikons Einzugsgebiet hat sich erweitert, die Bevölkerung ist angewachsen, neue Betriebe sind entstanden: die Schülerzahl hat sich innert eines Jahres um 200 erhöht und bewegt sich bereits um die Tausend! Neue Räume müssen gemietet werden, es braucht mehr Lehrer, der Turnunterricht muss improvisiert werden. Schulleiter Sommerhalder fordert: Pünktlichkeit – Ordnung in und ums Schulhaus – Mobiliar ist nicht für infantile Zeichner – Ferien im Betrieb sind während den Schulferien zu beziehen – eine strenge Absenzenordnung.[18][19]

1975 Eine Interpellation von Walter Zurbuchen, Richterswil, betreffend Angebot und Niveau der künftigen Berufsmittelschule beantwortet der Zürcher Regierungsrat im Zürcher Kantonsrat am 24. November 1975. Er verweist unter anderem auf den erkannten Zielkonflikt zwischen BMS und erweitertem Pflichtunterricht, wo für geistig anspruchsvolle Berufe neue Lehrpläne 1½ Tage Pflichtunterricht und zusätzliche 8-9 Wochenstunden vorsehen, also 2½ Schultage verlangt werden, was für Berufsverbände und Betriebsinhaber untragbar ist; - das erfordert integrierte Klassen mit auf 2 Tage reduziertem Unterricht. – Die bisherige GBS mit additiven Klassen (verschiedenen nebeneinander bestehenden Schularten) hat enorme stundenplantechnische Schwierigkeiten – wegen der eingebrochenen Rezession wünschen Betriebe ihre Lehrlinge lieber am Arbeitsplatz als in der Schule; für die BMS geeignete Berufsanwärter verzichten auf Zusatzausbildung, um überhaupt eine Lehrstelle zu finden. Der Jahresbericht der Berufsschule verweist auf Raumprobleme. Eein Neubau-Projekt für 6 weitere Schulzimmer wird dem Amt für Berufsbildung eingereicht. Die Trägerschaft der Berufsschulen soll dem Kanton übergeben werden. Die Reorganisation des Einzugsgebietes hat pro Schule weniger Berufe, dafür mehr Schüler gebracht.[20][21]

1976 Weil die Berufsschule Wetzikon keine eigene Turnhalle besitzt, können nur ca. 600 Schüler (1. und 2. Schuljahr) eine Turnstunde pro Woche besuchen. Auf Semesterende treten erstmals an einer schweizerischen Berufsschule 38 Judo-Schüler zur Gelbgürtel-Prüfung an, wovon 30 bestehen.[22]

1977 Die Neurochirurgische Universitätsklinik hat 4'500 Berufsschüler nach Rückenschmerzen untersucht; über 50 Prozent der Schülerinnen leiden an Rückenschmerzen, die während der Lehrzeit anwuchsen. Rund 60% treiben keinen oder fast keinen Sport. Von den Wetziker Berufsschülern turnen rund 30% zwischen 12 Uhr und 14 Uhr, wenn die Hallen nicht durch die Primar- oder Oberstufen belegt sind; die übrigen Schüler haben keine Turngelegenheit. Wetzikons Gewerbeschule benötigt dringend neue Turnhallen für die ausgewiesenen 100 wöchentlichen Turnstunden.[23]

Für 60'000 Franken Jahresmiete werden die Räumlichkeiten der Aweso, beim Bahnhof Wetzikon, der Gewerbeschule für zehn Jahre vermietet. Pläne sehen den definitiven Umbau der alten Aweso-Fabrik in ein Gewerbeschulhaus vor. – Nach Ablehnung einer Turnhalle auf dem Guldisloo mit einer 48 Nein-Stimmen-Mehrheit, wird als Ersatz im ersten Stock ein Fitnessraum eingerichtet.[24]

Am 10. Dezember geraten anlässlich eines Ski-Weekendes drei Schüler auf der Nordseite der Lagalpabfahrt in ein Schneebrett, wobei ein Wetziker Lehrling tödlich verunglückt.[25]

1979 Die Gemeindeversammlung vom 26. Februar bewilligt den von Bauvorstand Prof. Kurt Schellenberg für die Gewerbeschule beantragten Doppelpavillon zur Behebung der wachsenden Raumnot. Der Kantonale Zürcher Zimmermeisterverband führt in Zusammenarbeit mit der Berufsschule Wetzikon einen Modellwettbewerb für Zimmerei-Lehrlinge durch. Der schwierige Modellbau eines ganzen Dachstuhles, ausgeführt von Wetziker Teilnehmern, entlockt hohe Bewunderung und wird speziell bewertet. Die besondere Genugtuung von Prüfungsobmann Hannes Hummel, Rüti: alle Lehrlinge haben die Prüfung mit Erfolg bestanden. Gesamtschweizerisch gehören sie zahlenmässig zum stärksten Jahrgang, der sich je im Berufsleben zu stellen hatte. Gemäss Dir. Sommerhalder unterrichtete die Berufsschule Wetzikon bisher in 92 Klassen, so werden es ab Frühjahr 1980 rund 100 Klassen sein. Wegen Platznot spricht niemand mehr von Wahl- und Nebenfächern. Inzwischen besteht die Kommission der Berufsschule Wetzikon aus 17 Mitgliedern.[26][27][28][29]

1980 Ab 1. Januar ist das neue Bundesgesetz über die Berufsbildung in Kraft. Es bringt eine Ausweitung des schulischen Angebotes um 20 – 25%. Die Suche nach Schulzimmern, Werkstätten und Demonstrationsräumen bildet ein Dauerthema. Der Präsident der Berufsschulkommission, Eugen Seitz, Willy Müller als Vizepräsident und Gemeinderat, sowie Architekt Jost Meier und E. Christen von der Primarschulpflege erarbeiten Lösungsvorschläge.[30]

Regierungsrat Hans Künzi entscheidet die Kaufmännische Berufsschule Wetzikon (mit 500 Lehrlingen und 800 Erwachsenen in Weiterbildung) werde nicht nach Uster verlagert. Unter Kommissionspräsident Willy Müller, mit Architekt Rico Sattler wird ein Raumkonzept erarbeitet, welches Ansprüchen beider Schulen genügen soll. Wegen starker Inflation muss die Verwirklichung der Dreifachturnhalle separat zurückgestellt werden. Für die Neubauten wirkt Wetzikon als „Bank“ und Treuhänderin, quartiert dort den Zivilschutz ein – erhält via Zinsen das bevorschusste Kapital zurück und wird nach 25 Jahren Eigentümerin der Anlagen. Alle ausgelagerten Provisorien werden künftig in Oberwetzikon vereinigt sein; die Filiale „Aweso“ beim Bahnhof wird weiter bestehen und im Falle der definitiven Übernahme 1987 weiter ausgebaut.[31]

Dreifachturnhalle der Berufsschulen in Wetzikon

1981 An der Urne bewilligen 2174 Stimmberechtigte (1427 Nein) die Erweiterung der kaufmännischen und der gewerblichen Berufsschule Wetzikon, Gesamtkosten 14'058'000 Franken.[32]

1982 51 Absolventen der Berufsmittelschule erlangen den Freipass zum prüfungslosen Übertritt ins Technikum.[33]

Dreifachturnhalle der Berufsschulen in Wetzikon

1984 Informatik an Berufsschulen hat Zukunft. Prof. Dr. Hans Künzi, Volkswirtschaftdirektor, unterstreicht die Bedeutung der Computer, sowie deren Programmiersprache für computergesteuerte Maschinen. Seit Anfang Februar 1984 unterrichten die Kaufmännische und die Gewerbliche Berufsschule in den neuen Räumen Oberwetzikon. Beim Umzug mitgeholfen haben Schüler und Schülerinnen der Hochbauzeichner- und Maurerklassen, die während zwei Jahren im alten Kaba-Gebäude untergebracht waren. Das neue Schulhaus hat 19 Klassenzimmer, Demonstrationsräume und einen Filmvorführraum, dazu eine Mensa. Ein Tag der „offenen Türe“ ist für Juni vorgesehen. Zurzeit werden hier 1700 Schüler der Gewerbeschule, 200 von der Berufsmittelschule und 500 KV-Schüler unterrichtet. Nebenan wird mit dem Aushub für die Dreifachturnhalle begonnen, die im Frühjahr 1985 bezugsbereit werden soll; dann wird auch die gemeinsame Einweihungsfeier stattfinden.[34][35][36][37]

Schreinerlehrlinge bei der Arbeit, 1990er Jahre

1985 Die Nutzfahrzeugfirma Egli (René Egli) und Mercedes-Benz, Schlieren (Walter Hodel), schenken der Gewerbeschule als Prunkstück einen funktionierenden Dieselmotor. Die Maurerlehrlinge erhalten vom „Parifonds“ (Gewerkschaft und Baumeisterverband) ein Modell eines Einfamilienhauses mit einem ganzen Plansatz (zur Unterstützung des Vorstellungsvermögens). Die Ausmasse der Dreifachturnhalle entsprechen internationalen Anforderungen für Handballwettspiele (geprüft von der Eidg. Sportschule Magglingen). Mit Semesterende 1985 übergibt Paul Sommerhalder das Zepter an Dr. Armin Heinimann (Illnau), seit 1975 Hauptlehrer an der Gewerblichen Berufsschule und der Berufsmittelschule in Wetzikon. Paul Sommerhalder trat 1973 sein Amt mit 30 Lehrkräften und 800 Schülern an; er übergibt es seinem Nachfolger mit 80 Lehrkräften (wovon 40 hauptamtlich) und 2000 Schülern. Wetzikon erhält im Kanton Zürich die zweite Berufsmittelschule, für KV-Stifte eine zeitlich grosse Herausforderung.[38][39][40][41][42]

1988 Die Gewerbliche Berufsschule Wetzikon feiert am 24. Juni ihr 125jähriges Bestehen in Anwesenheit von 400 Gästen, unter ihnen Volkswirtschaftsdirektor Hans Künzi. Lektionen und Demonstrationen bezeugten auf unterhaltsame Weise die anspruchsvolle Ausbildung der zukünftigen Gewerbler. Die Jurierung aller ausgestellten Arbeiten eines Lehrlingswettbewerbes durch aussenstehende Fachleute erweist sich als sehr schwierig, da der Rahmen bewusst weit gesteckt worden war (so der stellvertretende Schulleiter Moritz Gut). Ein detailliert dargestellter Werdegang eines Bauprojektes, Ölbilder, Skulpturen bis zur schön geschnitzten Arventruhe fordern die Juroren.[43]

Zu Recht meint Gemeindepräsident Ernst Weber: Wir übergeben die Schule mit Stolz auf der einen und mit Wehmut auf der andern Seite dem Kanton und bei der Übergabe des symbolisch riesigen Schlüssels: Der Kanton wird hoffentlich der Schule Sorge tragen und ihr Freiheit und Beweglichkeit lassen. Regierungsrat Künzi erklärt, die kantonalen Behörden würden sich auf die engere Zusammenarbeit mit der GBW freuen, Anliegen der Schule würden im Sinne des bisherigen Schulträgers berücksichtigt. Im abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm brilliert als Geiger im Lehrerorchester Schuldirektor Armin Heinimann.[44]

Gewerbliche Berufsschule in Unterwetzikon, 2010

Eindrückliche Arbeiten der Gärtnerlehrlinge (Landschafts-, Topfpflanzen- / Schnittblumengärtner, Baumschulisten und Staudengärtner) sind an der Poststrasse 7 in Unterwetzikon ausgestellt und locken bei der Besichtigung über 100 Lehrmeister an. Alle vier Kategorien Lehrlinge absolvieren die ersten zwei Jahre an der Berufsschule in Wetzikon; die Baumschulisten- und Staudengärtnerlehrlinge ihr drittes Lehrjahr in Wädenswil. Die Wetziker Berufsschule unterrichtet 1988 290 Gärtnerlehrlinge, 30 Anlehrlinge und 20 Erwachsene, die einen Weiterbildungskurs besuchen. Ist die Lehre abgeschlossen, kann sich der Gärtner nach vier Jahren Praxis in Wetzikon auch schulisch auf die Meisterprüfung vorbereiten.[45]

1989 Die Zürcher Schulen haben vom Frühlings- auf den Spätsommer-Schulbeginn umgestellt. Bis 1992 fehlen der Berufsschule im Sommerquartal die Lehrlinge. Lehrkräfte sind unterbeschäftigt und haben mit dem kantonalen Amt für Berufsbildung Weiterbildungskurse organisiert: grosses Interesse findet der dreitägige Kurs „Die Entwicklung der Industrie im Zürcher Oberland.“ Beim Modellwettbewerb für Zimmerlehrlinge findet sich ein Bijou von einem komplizierten Riegelhaus-Dachstock. Die 300 Lehrlingen der Autoberufe werden von einem von der Firma Renault Suisse SA, Regensdorf, geschenkten Automotor profitieren, 2,2 Liter Hubraum, elektronische Benzineinspritzung, Katalysator, elektronisches Zündsystem, von Fachlehrer Gottfried Burlet in 150 Arbeitsstunden aufgebaut; dazu geschenkt ein passender Testcomputer für verschiedene Messungen beim laufenden Motor.[46][47][48]

1990 Die Berufsmittelschule (BMS) wird 20jährig. Schulleiter ist Reto Domenig. Während eines Tages pro Woche erhalten die Schüler Fort- und Weiterbildung im Hinblick auf eine nachfolgende höhere Schulanstalt. An brandneuen Computern mit Farbbildschirm werden am Informationsabend physikalische Gesetze erläutert, deren Programme BMS-Schüler selber angefertigt haben und unter Anleitung ausprobieren. An der Diplomfeier der BMS, an welcher „gute 90 Prozent der Absolventen“ den Übertrittsausweis ins Technikum erhalten, verdankt Rektor Dr. Armin Heinimann die Leistungen; Wetzikon erzielt einmal mehr die höchste Erfolgsquote aller Zürcher BMS-Schulen.[49][50]

1991 Erstmalig in der Schweiz beginnen 1988 41 Hauswarte den viersemestrigen „Pilotkurs für Hauswarte“: Böden, Wände, Decken / Baukonstruktion, Gebäudeunterhalt, Reinigungstechnik, Installationen, Energiesparen / Umgebungs- und Gartenarbeiten, Administration und Recht / Organisation, Praktika und Repetition im vierten Semester. 17 Hauswarte haben bis zur Berufsprüfung durchgehalten und den geschützten Titel „Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis“ erworben. Wie im Vorjahr schneiden die Diplomanden der BMS kantonsweit mit dem besten Notendurchschnitt ab, sehr zur Freude von Regierungsrat Hans Künzi, der letztmals teilnimmt und darauf in den Ruhestand tritt. In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag, 12./13. September, wird auf die Gewerbliche Berufsschule ein Brandanschlag mit neun Brandsätzen (Molotow-Cocktails) verübt mit einem Sachschaden von rund 150'000 Franken.[51][52][53][54]

2013

1993 Die diesjährige Projektwoche der GBS wird von der Fachgruppe Hochbauzeichner, alle im 3. oder 4. Lehrjahr, und von den Maurerlehrlingen bestritten. Objekt: ein typisches Münstertalerhaus, das leerstehende Chasa Conradin mit angebauten Ökonomiegebäuden und zahlreichem Hausrat in Valchava. Aufgabe: Liegenschaft gründlich erforschen und aufzeichnen, volkskundliche Aspekte und Dorfansicht einbeziehen. Die Dorfbevölkerung zeigt während der Woche grosses Interesse an diesen Arbeiten und belohnt die Präsentation der Arbeit im Gemeindehaus Valchava mit regem Besuch.[55]

1995 Der Schreinermeisterverband Zürcher Oberland begleitet aus Anlass seines 100-Jahre-Jubiläums die Ausstellung der Lehrlingswettbewerbsarbeiten mit einer Sonderschau in der Dreifachturnhalle der Berufsschulen Wetzikon. 25 Berufsarten aus Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft präsentieren sich. Die Wettbewerbsteilnehmer überzeugen durch handwerkliches Können, hohes Niveau, viel Fantasie, Sinn für das Schöne und technisches Geschick.[56]

Ähnliche Qualitäten bestätigen die 89 Wettbewerbsarbeiten der Zimmerleute und Parkettleger. Hans Etter, Präsident des für die Durchführung der Modellwettbewerbe verantwortlichen Kantonalzürcherischen Zimmermeisterverbandes überreicht dem abtretenden Rektor der GBW, Dr. Armin Heinimann, einen Stuhl. Sein Nachfolger, Rektor Markus Krähenbühl (Russikon), unterstreicht die hohe Wertschätzung der GBW in der breiten Öffentlichkeit.[57][58]

1996 Die Klasse der Elektromonteurlehrlinge beginnt den Schulalltag in der Mensa mit einer kleinen Feier: Roman Peter wird Radquer-Weltmeister. Die GBW verhilft massgeblich zur Produktion eines Video, von „Casa Verde“ aus Rüti für „Green life“ hergestellt: Erste Anleitung für Rosen- und Gartenpflege. Nach fünfsemestrigem Lehrgang erhalten alle 65 Absolventen den eidgenössischen Fachausweis für Hauswarte (darunter drei Frauen).[59][60][61]

1997 Im diesjährigen Lehrlingswettbewerb geht es darum, den Werdegang eines Produktes von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt in einem Heft darzustellen. Dieses Heft begleitet die Ausstellungsbesucher beim Betrachten der Wettbewerbsarbeiten – der Maurer, Elektroniker, Mechaniker, Schreiner, Gärtner, Bäcker, Kaufleute usw. Bei den „Holz-Lehrlingen“ schneidet Thomas Moser, Grüt, bei den Parkettlegern mit Note 6 als ausgezeichnet Bester ab.[62][63]

1999 Elf Lehrlinge bauen, grosszügig von ihren Lehrbetrieben unterstützt, ein Hybridmodell mit Benzin- und Elektro-Motor, 400 kg schwer, 55 km/h Spitzenleistung. Der Benzinmotor (pro 100 km 3-4 L Benzinverbrauch) treibt den Generator an; dieser liefert Strom entweder in den Elektromotor auf der Hinterachse, oder in die Batterien.[64]

Ende Oktober wird im Kanton Zürich das von der Deutschschweizerischen Berufsbildungsämterkonferenz entwickelte Verfahren zur Qualitätssicherung im Weiterbildungsbereich, namens „eduQua“ eingeführt. Jede staatliche Weiterbildungsschule muss bis Ende 2000 zertifiziert sein, basierend auf Unterrichtsbeurteilung durch Kursteilnehmer. Wetzikon liegt gut im Rennen; angestrebt wird ein eidgenössisches Zertifikat. Zuständig und verantwortlich für diesen Qualitätsentwicklungsprozess: Abteilungsleiter Hansruedi Reimann.[65][66]

Ab 2000

2000 Am 6. Juli wird Werner Wyss-Hafner, der unbestrittene Pionier für Zimmereiausbildung an der GBW, nach reich erfüllten 95 Lebensjahren in Wetzikon zu Grabe getragen. Anfangs Dezember lädt die GBW zu einer Solidaritätsveranstaltung ein: Die kantonale Bildungsdirektion plant die Aufhebung der Fachgruppe Maurer / Hochbauzeichner und der Berufsmittelschule, worüber GBW Rektor Krähenbühl referiert, mit der Ergänzung: die verantwortlichen Mitarbeiter des kantonalen Mittelschul- und Berufsbildungsamtes (MBA) hätten ihre Teilnahme am Podium abgelehnt. Aus blauem Himmel heraus soll Wetzikon zwei ihrer wichtigsten innovativen Abteilungen verlieren: Maurer/Hochbauzeichner nach Winterthur – Berufsmittelschule nach Uster und Rüti. Prominente Vertreter aus Gewerbe, Berufsschulen, Aufsichtsbehörden protestieren zugunsten der in Wetzikon idealen Voraussetzungen.[67]

2001 Wurden bisher Schüler während ihren „Projektwochen“ von Lehrmeistern oder Eltern besucht, wird erstmals aus dem Lager der Gärtner in S-chanf täglich über die Homepage im Internet in Text und Bild berichtet.[68]

2002 Die GBW offeriert 100 Kurse für Weiterbildung, neben eduQua Zertifkat mit zehn weiteren eigenen Qualitätsstandards.[69]

2010

2003 Rudolf Heinrich Schmid, 62jährig, 16 Jahre lang Lehrer für Allgemeinbildung, wird am 8. Januar in Wetzikon beerdigt. Am diesjährigen Lehrlingswettbewerb beteiligen sich deutlich wenige Lehrlinge als in den Vorjahren. Urs Fischer, Präsident des Bezirksgewerbeverbandes, mahnt Gewerbler, ihre Auszubildenden vermehrt anzuspornen.[70]

2004 Die GBW übernimmt ab Mitte August die Fachausbildung der Gärtner, vormals Strickhof Wetzikon in der Schulanlage Wildbach, so der neue Name. Das Weiterbildungsprogramm der GBW führt neu mehrsemestrige Lehrgänge der Elektrobranche zur Vorbereitung auf die Berufsprüfung für Sicherheitsberater, sowie zum Betriebsleiter im Garten- und Landschaftsbau oder für die Höhere Fachprüfung zum eidg. dipl. Elektroinstallateur.[71][72][73]

2005 Im Juni kann nach vieljähriger Planungs- und Bauzeit ein einzigartiger Schau- und Lehrgarten (Schulanlage Wildbach) eröffnet werden. Bereits seit 20 Jahren werden an der GBW Bauleiter ausgebildet – die Ausbildung in Wetzikon wird als eine der besten gepriesen. Im Vorjahr erzielt die Wetziker Schule eine Erfolgsquote von 100% - bei einem schweizerischen Durchschnitt von 75. Zimmerleute (2. Lehrjahr, Klasse Zi3d) sanieren, unter der Leitung des Wetziker GBS Lehrers Peter Isler, fachgerecht und in freiwilliger Fronarbeit die 40jährige Talstation des Bäretswiler Skiliftes Steig. Die jungen Zimmerleute sind hoch erfreut über das gelungene Werk; der Bäretswiler (Skilift-) Vorstand begeistert vom tüchtigen Einsatz der Lernenden. Neu steht vor dem Pfäffiker Gemeindehaus eine 1,4 Tonnen schwere Eisenplastik, entworfen vom Rütner Künstler Patrick Thür, hergestellt als Gemeinschaftswerk von Lehrlingen aus dem Bezirk Hinwil und der GBS Wetzikon. An der GBW besuchen zurzeit 850 Teilnehmer in Vormittags-, Nachmittags- und Abendkursen laufend der Entwicklung angepasste Weiterbildungskurse.[74][75][76][77][78]

2006 Die Absolventen der GBW haben Erfolg: An den externen Prüfungen dürfen über 150 Berufsleute die begehrten Diplome an Berufs-, Meister- und höheren Fachprüfungen entgegen nehmen. Die GBW soll auf zwei Standorte reduziert werden: Oberwetzikon und Wildbach (ehemals Strickhof-Areal, Bühlstrasse 41 – soll für 2,87 Millionen Franken umgebaut werden) – der Standort Poststrasse soll mittelfristig aufgehoben werden. Das 1946 nach den Plänen des Wetziker Architekten Johannes Meier exponiert gebaute Personalhaus der Höhenklinik Wald, Faltigberg, ist sanierungsbedürftig. Für die die Hochbauzeichnerklasse 7 der GBW ein Wahlpflichtfach. Ergebnis: Abbruch nicht ratsam; Fassaden- und Dachsanierungskosten werden mit 540'000 Franken errechnet, hinzu kämen Sanierung der Haustechnik, des Rohbaus und weiteren Ausbaus.[79][80][81][82]

2013

2007 Podiumsgespräch an der GBW zum Thema Legalisierung von Cannabis vor 320 Zuhörern mit Bastien Girod (NR-Kandidat „Grüne“), Ruedi Noser (NR FdP), Barbara Marty Kälin (NR SP) und Ueli Maurer (NR SVP).[83]

  • Bis 2007 zusammengefasst von Sepp Lauber für das Archiv Ortsgeschichte im Januar 2008

Die Fachgruppe Zimmerleute der GBW hilft beim Wiederaufbau des Badihäuschens der Badi Seegräben, das am 3. August 2006 niederbrannte. In der dritten Maiwoche 2007 wird das neue Badihaus durch zwei Zimmermannsklassen unter der Leitung von Andreas Beglinger erstellt.[84]

2008 Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit wird die renovierte Schulanlage Wildbach, Bühlstrasse 41, am 30. Oktober feierlich eröffnet. Die Schulanlage ermöglicht einen zeitgemässen Unterricht für Gärnterlernende und ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der GBW. Der mittlere Teil des Schuhauses wurde fast vollständig abgebrochen und neu gebaut. In der im Jahre 1926 vom Kanton erworbenen Villa sind luftige Arbeitsräume für die Lehrpersonen entstanden, die Klassenzimmer optimiert und zusätzliche Unterrichtszimmer geschaffen worden. Architekt Thomas Schneider Hoppe aus Winterthur hat die räumliche Struktur durch verschiedenste bauliche Eingriffe entschlackt, bereinigt und ergänzt und alte Elemente aufgewertet.[85]

Schulanlage Wildbach 2010

2009 Im Juni bestehen 17 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer die Fachprüfung des schweizweit ersten Lehrgangs (Start 2006) zum eidgenössisch diplomierten Hausmeister an der GBW.[86]

2010 Die GBW Weiterbildung feiert: Seit 25 Jahren werden Bauleiterinnen und Bauleiter auf die eidgenössische höhere Fachprüfung Bauleiter/Bauleiterin Hochbau vorbereitet. Rund 400 Absolventen und Absolventinnen haben seit dem Start 1985 die Prüfung erfolgreich abgeschlossen.[87]

In ihrer Projektwoche erstellt die Zimmermann Klasse Zi 4c ein Piratenschiff für den Robinsonspielplatz.[88]

150 Jahre GBW

2013 Die Feierlichkeiten zum 150-Jahre-Jubiläum beginnen am Freitag, 6. September mit einem Festakt mit rund 300 geladenen Gästen. Reden halten Bruno Walliser, Präsident des Kantonsrats, Marc Kummer, Amt für Berufsbildung Kanton Zürich, Urs Fischer, Gemeindepräsident Wetzikon und Markus Krähenbühl, Rektor GBW. Gastreferent Dr. Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph referiert zum Thema: „Frei macht Können, nicht Wissen.“[89]

Am Samstag, 7. September lädt die Gewerbliche Berufsschule Wetzikon (GBW) die Bevölkerung zur öffentlichen 150-Jahr-Feier ein. Alle Fachgruppen präsentieren sich - interessante Fachreferate und Rahmenprogramm runden den Tag ab.[90]

2014 Als neuer Rektor der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon tritt Urs Lerch die Nachfolge von Markus Krähenbühl an. Lerch leitete elf Jahre lang die Berufsschule Wädenswil.[91]

Am 18. Juni findet die offizielle Eröffnung des Lehrgartens Wildbach der Gewerblichen Berufsschule an der Bühlstrasse 41 statt. Dort stehen den Lernenden und Lehrpersonen rund 1'000 Pflanzen zur Verfügung, die das ganze Jahr hindurch beobachtet werden können.[92]

2018 Das Schreiner-Kurszentrum an der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon feiert das 50-Jahre-Jubiläum. Im Juni 1968 besuchten erstmals 20 Lehrlinge den zweiwöchigen Einführungskurs des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM).[93]

Dokumente

Fotos

Unterricht

Gebäude

Akten im Archiv Ortsgeschichte

  • Visitationsbuch der Gewerbeschule Wetzikon Schuljahr 1890/91 bis 1946/47 erhalten am 16. Januar 2012 vom Staatsarchiv Zürich
  • Zeugnis Gewerbe-Schule Wetzikon von Werner Bachmann, Schuleintritt Mai 1914
  • Zeugnis Rosa Gossauer, Damenschneiderin, von 1933
  • Zürichsee-Zeitung vom 21. August 1936
  • Jahresbericht der Gemeinde Wetzikon 1976
  • Weisung Gemeindeabstimmung 4. Dezember 1960 Bau eines Gewerbeschulhauses auf dem Guldisloo
  • Weisung Gemeindeabstimmung 11. September 1966 Erweiterungstrakt für verschiedene Schulen bei der Gewerbeschule im Tobelacker.
  • Weisung Gemeindeabstimmung 12. Juni 1977 Erstellung von zwei Turnhallen im Guldisloo
  • Weisung Gemeindeabstimmung 5. April 1981 Erweiterung Gewerbliche und Kaufmännische Berufsschulen
  • Weisung Gemeindeabstimmung 27. Februar 1983 (Erstellung Dreifachturnhalle / Renovation Gewerbliche und Kaufmännische Berufsschule
  • Heft mit Fotos von Willi Müller, Bau der Berufsschule 1982/1983
  • Zeitungsbeilage Zürcher Oberländer vom 5. Juni 1985 zur Einweihung der Berufsschulanlage
  • Einweihung der Berufsschulanlagen Wetzikon 7. Juni 1985 (7 Exemplare)
  • 125 Jahrfeier der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon 1988, Mappe mit Referat von Regierungsrat Prof. H. Künzi
  • Heimatspiegel Nr. 5/Mai 1988 „Anfangs immer sonntags...“
  • Heft 1 mit Zeitungsartikeln von 1973 bis 1979
  • Heft 2 mit Zeitungsartikeln von 1979 - 1987
  • Heft 3 mit Zeitungsartikeln von 1987 bis 1998
  • Heft 4 mit Zeitungsartikeln von 1999 bis April 2009
  • Foto aus Nachlass Paul Sommerhalder / Gewerbeschule
  • Mappe mit diversen Akten Stundenpläne usw.
  • Beilage Zürcher Oberländer Berufswahl und Ausbildung vom 26. August 1999
  • Einladungsbroschüre und Pressemappe 150 Jahre Gewerbliche Berufsschule Wetzikon GBW. Festivitäten am 7. September 2013
  • Fotos der Gewerblichen Berufsschulen Wetzikon, 2010 (Für Webauftritt), Datenträger_28 im Datenträgerarchiv mit
  • GBW-Informationen für die Lehrerschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GBW, sowie Schulkommission, herausgegeben von der Schulleitung, Ausgaben 2/1992, 4/1992, 7/1992, 12/1992, 4/1993, 7/1993, 10/1993, 2/1994, 4/1994, 7/1994, 2/1995, 6/1995, 12/1995, 3/1996, 9/1996, 6/1997, 12/1997, 6/1998, 12/1998, 7/1999, 12/1999, 7/2000, 8/2000, 12/2000, 6/2001, 12/2001, 8/2002, 12/2002, 5/2003, 9/2003, 1/2004, 7/2004, 2/2005, 8/2005, 1/2006, 8/2006, 2/2007, 8/2007, 1/2008, 8/2008, 1/2009, 8/2009, 1/2010, 8/2010, 1/2011, 8/2011, 1/2012, 8/2012, 1/2013, 8/2013, 11/2013 (Sonderausgabe 150 Jahre GBW)

Weblinks


Einzelnachweise

  1. Referat von Regierungsrat Prof. H. Künzi anlässlich der 125-Jahrfeier der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon, 1988
  2. Felix Meier: Geschichte von Wetzikon, Seite 607
  3. Felix Meier: Geschichte von Wetzikon, Seite 607
  4. Gedanken des Kommissionspräsidenten anlässlich der 125-Jahr-Feier, 1988
  5. Felix Meier, Geschichte von Wetzikon, Seite 607
  6. Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Kaspar Honegger im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  7. ZO 4. Juli 1974
  8. Referat von Regierungsrat Prof. H. Künzi anlässlich der 125-Jahrfeier der Gewerblichen Berufsschule Wetzikon, 1988
  9. Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Kaspar Honegger im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  10. Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Kaspar Honegger im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  11. 1911-1934 handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Kaspar Honegger, 1911-1934
  12. Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Kaspar Honegger im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  13. Handschriftliche Aufzeichnungen von Pfarrer Kaspar Honegger im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  14. ZO 9. Juli 1962
  15. ZO 4. Dezember 1975
  16. ZO 6. April 1973
  17. ZO 3. Juli 1973
  18. ZO 10. April 1974
  19. ZO 26. April 1974
  20. Evangelische Woche vom 4. Dezember 1975
  21. Jahresbericht 1975 der Berufsschule, Seite 33
  22. ZO 3. April 1976
  23. ZO 4. März 1977
  24. ZO 5. April 1977
  25. ZO 27. Februar 1979
  26. ZO 28. Februar 1979
  27. ZO 10. Dezember 1979 „Am Dachstuhl zeigt sich’s, was gelernt wurde“
  28. ZO 3. Dezember 1987
  29. ZO 11. Dezember 1979
  30. ZO 12. Februar 1980
  31. Heimatspiegel Dezember 2007
  32. Abstimmungsvorlage der Gemeinde vom 5. April 1981
  33. ZO 5. April 1982
  34. ZO 24. Januar 1984
  35. ZO 6. Februar 1984
  36. ZO 16. März 1984
  37. Sonderbeilage ZO zur Einweihung am 7. Juni 1985
  38. ZO 19. Januar 1985
  39. ZO 6. März 1985
  40. ZO 22. Oktober 1985
  41. ZO 13. Juni 1984
  42. ZO vom 13. Dezember 1985
  43. ZO 27. Juni 1988
  44. Übergabe der Gewerbeschule von der Gemeinde Wetzikon an den Kanton Zürich
  45. ZO vom 1. Dezember 1988
  46. ZO 19. August 1989
  47. ZO 30. November 1989
  48. ZO 8. Dezember 1989
  49. ZO 3. Februar 1990
  50. ZO 3. April 1990
  51. ZO 4. Januar 1991
  52. ZO 8. April 1991
  53. ZO 15. Oktober 1991
  54. ZO 14. September 1991
  55. ZO 10. Dezember 1993
  56. ZO 31. März 1995
  57. ZO 27. April 1995
  58. 10. Juli 1995
  59. ZO 10. Februar 1996
  60. ZO 28. Februar 1996
  61. ZO 28. Oktober 1996
  62. ZO 20. März 1997
  63. ZO 22. März 1997
  64. ZO 18. Juni 1999
  65. ZO 21. Juli 1999
  66. ZO 6. Mai 2000
  67. ZO 6. Dezember 2000
  68. ZO 22. Mai 2001
  69. ZO 12. Juni 2002
  70. ZO 14. November 2003
  71. ZO 14. Juli 2004
  72. ZO 9. Dezember 2004
  73. ZO 11. Dezember 2004
  74. ZO 2. Juni 2005
  75. ZO 28. Juni 2005
  76. Wetziker Spiegel November 2005
  77. ZO 28. November 2005
  78. ZO 17. Dezember 2005
  79. ZO 22. Juni 2006
  80. ZO 12. Juli 2006
  81. ZO 2. Juli 2006
  82. ZO 28. November 2006
  83. Tages-Anzeiger 6. September 2007
  84. GBW-Informationen August 2007
  85. GBW-Informationen, Januar 2009
  86. GBW-Informationen, Januar 2009
  87. GBW-Informationen, August 2010
  88. GBW-Informationen, August 2010
  89. GBW-Informationen 2013 Sonderausgabe 150 Jahre GBW Wetzikon
  90. Einladungsflyer Juli 2013
  91. regio 6. Februar 2014
  92. ZO 21. Juni 2014
  93. ZO 5. September 2018, Sonderbeilage Bildung