St. Franziskuskirche

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Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Katholische Kirche St. Franziskus


1890 Am 4. Mai findet der erste Gottesdienst mit Pfarrer Jakob Joseph Odermatt (*1847†1945) in Wetzikon statt. Das Lokal ist ein Schopf an der Dorfstrasse 1/3 in Robenhausen, beim Restaurant Freihof.[1] Pfarrer Odermatt gründete am 26. Mai einen katholischen Männerverein und am 27. Juli einen katholischen Kirchengesangverein.[2]

Katholische Gottesdienstlokale vor Bau der St. Franziskuskirche

1892 Am 9. Februar wird der «Kirchenbauverein Wetzikon» mit Sitz in Rapperswil ins Leben gerufen. Landkäufe auf dem Guldisloo sind bereits im Gange. Diese können am 1. April beglaubigt werden. Am 5. Juni erteilt der Gemeinderat Wetzikon die Baubewilligung für ein Pfarrhaus mit Betsaal.[2]

1893 Erstellung des Pfarrhauses mit Betsaal auf dem Guldisloo, Messikommerstrasse 14. Am 13. August findet die Einsegnung statt. Pfarrer Ludwig Wenger (*1860†1913) zahlt in seiner kurzen Amtszeit (1891-1894) ungefähr Fr. 17'000.-- aus Bettelaktionen an die Schulden von insgesamt Fr. 50'000.-- ab.[2]

Pfarrhaus mit Betsaal

1907 Pfarrer Franz Furrer (*1867†1922) führt von 1907-1912 im Kanton Uri eine Lotterie zugunsten des Kirchbaufonds durch, Ertrag Fr. 76'000.--.

1914 Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Bereits vorher wurden Offerten für eine dreischiffige Kirche eingeholt, doch steht während des Krieges ein Kirchenbau nicht mehr zur Diskussion.

1918 Nach Kriegsende zählt Wetzikon nur noch 1'200 Katholiken.

1920 Einführung einer neuen Kirchensteuer. Bisher pro Familie und Jahr Fr. 3.-- (= 25 Rp./Monat). Neu wird der Steuerbetrag an die Staatssteuer gebunden (15% der Staatssteuer und 1 1/2% des Vermögens). Die Steuer ist gleichsam freiwillig oder auch eine Gewissenspflicht. Die Kirchgemeinde trägt den Namen «Katholische Kirchgenossenschaft Wetzikon».

1921 Pfarrer Franz Braunschweiler (*1896†1976) setzt sich jahrelang (auf Betteltour) für ein eigenes Gotteshaus ein.

1923 Der 15. Juli wird zum Tag des Spatenstiches auf dem neugekauften Land.

Spatenstich St. Franziskuskirche 1923

1924 In den Jahren 1923/24 lassen die Katholiken auf dem westlichen Ausläufer des Guldisloo, in freier aussichtsreicher Lage ihre Franziskuskirche erstellen. Das Gebäude im romanischen Stil erschuf Architekt Josef Steiner, Schwyz. Das von Bauer Joseph Uhr erworbene Land an der Ringetshalde kostet Fr. 60'000.--, der Bau rund Fr. 300'000.--. Bauführer Huttelmayer fertigt die Sgraffitobilder an der äusseren Chorwand gratis an. Am 5. Oktober erfolgt die Einweihung des Gotteshauses durch Erzbischof Raymund Netzhammer aus dem Kloster Einsiedeln.

Grundsteinlegung 9. September 1923

1925 Der noch etwas leer wirkende Raum kann mit Seitenaltären und den Statuen des Hl. Antonius, St. Ludwig und St. Elisabeth bestückt werden. Die Holzstukkaturen erschafft Alfons Noflauer aus St. Ulrich im Südtiroler Grödnertal.

Kirchenbau 1923/24

1928 Der noch leere Glockenstuhl erhält vom Bischof eine kleine Klangstahlglocke geschenkt.

1929 Der Militärpilot Hans Suter nimmt am 29. Mai zu wenig Höhe und biegt das Turmkreuz schief. Die Reparaturkosten von Fr. 840.-- zahlt das Militärdepartement.[3]

Gebogenes Turmkreuz 1929

1936 Einweihung der Kreuzweg-Bilder. Die Turmuhr spendet ein Wohltäter, der seinen Namen nicht erwähnt haben will.

1937 Die Kirche erhält eine Orgel mit 20 Registern, erbaut von den Gebrüdern Späth in Rapperswil. Am 28. Februar erfolgt die Einweihungsfeiher. Das im Jahre 1893 erstellte Pfarrhaus wird um einen Saalausbau erweitert.

1940 Gründung des Cäcilienchors, entstanden aus dem Katholischen Kirchengesangverein von 1890. Am 6. Oktober finden Feierlichkeiten zum 50-Jahre-Jubiläum der Pfarrei statt.

50 Jahre Feierlichkeiten

1947 Erst jetzt wird die Kanzel installiert.

Bereit zur Kirchweihe 1924

1949 Im November erhält der Kirchenraum einen Taufstein, aus dunklem Gastione-Granit.

1955 Amtseinsetzung von Pfarrer Andreas Gamma (*1915†1991) am 1. Oktober. Er kann vom Vorgänger einen Glockenfonds von Fr. 20'000.-- übernehmen. Er setzt sich dafür ein, dass zum Gotteshaus ein richtiges Geläute «geopfert» wird. Seine legendären Betteltouren machen ihn weit herum bekannt!

1956 Im Frühjahr bildet sich eine Glockenkommission, die bald darauf ein Geläut mit fünf Glocken in Auftrag gibt. Am 14. September treffen die fünf Glocken auf zwei Lastwagen ein. Am Fest des Kirchenpatrons St. Franziskus, Sonntag, den 7. Oktober läuten um 9 Uhr alle Glocken zum feierlichen Patrozinium. Es handelt sich um folgende Glocken: Die Heilig-Geist-Glocke, Ton A als grösste Glocke mit 3730 kg Gewicht, die Mutter-Gottes-Glocke, Ton C, die Franziskus-Glocke, Ton D, die Josefs-Glocke, Ton E, und die Schutzengel-Glocke, Ton G, die als kleinste 712 kg wiegt. Diese in Erding bei München gegossenen Glocken wiegen zusammen 8796 kg.[2]

1975 Installation einer neuen Orgel mit 1554 Pfeifen durch die Firma Mönch & Söhne, Ueberlingen am Bodensee. Die Orgelweihe findet am Ostermontag 31. März statt.[2]

1976 Am 3. Oktober werden neue Farbenfenster eingesegnet. Sie stellen die acht Seligkeiten der Bergpredigt dar.

1999 Die Katholiken feiern am 5. Oktober 75 Jahre Franziskuskirche.

1999

2001 Nach einer Renovation kann im September die Wiedereröffnung der St. Franziskus-Kirche gefeiert werden.

2013 Die Kirchgemeindeversammlung vom 26. Juni spricht einen Baukredit von 3,8 Millionen Franken für die Restaurierung der St. Franziskuskirche. Ziel ist es, den originalen Charakter der unter Denkmalschutz stehenden Kirche zu erhalten und neue Bedürfnisse respektvoll zu integrieren.[4]

Ende August beginnen die Restaurierungsarbeiten an der 88-jährigen Kirche. Die erste Phase umfasst Arbeiten am Turm, am Fassadenputz, an den Natursteinelementen, der Ziegelabdeckung und dem Holzwerk. Anfang September werden Glockenstuhl, Glocken und Geläut umfassend renoviert.[5]

2014 Mit einem Gottesdienst und feierlichen Altarweihe und Einsegnung des Kirchenraumes durch Bischof Vitus Hounder am 19. Oktober sind die umfangreichen Restaurierungsarbeiten abgeschlossen.[6]

2018 Nach 21 Jahren beendet Koni Hirzel seine Tätigkeit als Hausmeister sowie als leitender Sakristan der St. Franziskuskirche und der Liegenschaft Guldisloo.[7]


Pfarrer[Bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten]

  • Vom Werden des katholischen Pfarreirektorates Gossau, von Pfr. A. Gamma in Heft Gossau, deine Heimat, 1982
  • 100 Jahre katholische Pfarrei Wetzikon, 1890 - 1990 (Fotos auf Datenträger_19)
  • Pfarrei-Poscht Nr. 4/2011, Baugeschichtlicher Hintergrund und Sgraffitobilder an der Aussenfassade der St. Franziskuskirche, Teil1: Seiten 20-22



Audio / Video[Bearbeiten]



Zeichnungen[Bearbeiten]

Ansichtskarten[Bearbeiten]

Originale in der Sammlung Archiv Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Kopien[Bearbeiten]


Fotos[Bearbeiten]

Dias[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Glockenweihe/Glockenaufzug 16./17. September 1956[Bearbeiten]


Fotos - Kopien ohne Originale[Bearbeiten]

Kirchenbau aus dem Archiv der katholischen Pfarrei[Bearbeiten]


Aus dem Bauarchiv der Firma Hirzel Bauunternehmung AG 1923/1924 - Repros[Bearbeiten]

Archiv Ortsgeschichte Akten[Bearbeiten]

  • Inhalt Schachtel 1
  • Pfarreipost / Pfarreiposcht von 1965 bis 2000


  • Inhalt Schachtel 2
  • Pfarreipost / Pfarreiposcht ab 2001


  • Inhalt Schachtel 3
  • Heimatspiegel Nr. 9/September 1985
  • Singet dem Herrn ein neues Lied Sonntagsglocken Anzeiger für die Katholischen Pfarreien des Zürcher Oberlandes vom 13. Oktober 1923
  • Protokoll einer Pfarreirat-Sitzung vom 1. März 1984
  • Fotos Pfarreifasnacht im Zentrum Heilig Geist von 2005
  • Akten mit historischen Unterlagen
  • Dossier mit Akten über die Heilig Geist Kirche in Kempten (mit Fotos)
  • Heft mit Zeitungsartikeln Heiliggeist-Kirche von 1972- Juni 2005
  • Heft 1 Katholische Kirche Gemeindeleben mit Zeitungsartikeln 1972-1987
  • Heft 2 Katholische Kirche Gemeindeleben mit Zeitungsartikeln 1987- April 2008
  • Datenträger_19 mit Fotos aus der Katholischen Pfarrei Wetzikon (Grundsteinlegung, Spatenstich, Einweihung St. Franziskuskirche, Pfarrer)


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ZO 26. September 1990
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Buch 100 Jahre Katholische Pfarrei Wetzikon, 1991
  3. Überlieferung Klaus Streif Baden
  4. Publikation Katholische Kirche Forum 15/2013
  5. ZO 31. August 2013
  6. Pfarreiposcht 3/2014
  7. Pfarrblatt der Katholischen Kirche, forum, 9/2018

Weblinks[Bearbeiten]