Walter Schwilch

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Walter Schwilch (*10. Dezember 1902 in Dürnten; †1. Mai 1992 in Wetzikon) führte ein Geschäft für gärlose Obstverwertung. Er war Gemeinderat, Gründer der Vereinigung Pro Pfäffikersee und leistete Pionierarbeit beim Bau der Kehrichtverbrennungsanlage KEZO.

Leben

Walter Schwilch

Ab 1902 Walter Schwilch wächst als achtes Kind in einer Grossfamilie in Dürnten auf und absolviert auch seine Primar- und Sekundarschulzeit dort. Als Jugendlicher macht Schwilch in der Maschinenfabrik Rüti eine vierjährige Lehre als Werkzeugmacher, die er mit Auszeichnung abschliesst. Kurz nach der Konfirmation entschliesst sich Walter Schwilch für ein abstinentes Leben und tritt dem Blaukreuz Verein bei.[1][2]

1920er Jahre Es entsteht eine von den Abstinenten (Blaues Kreuz) geförderte «Süssmost-Bewegung» mit durchgeführten Süssmosttagen. Walter Schwilch-Diener wird in der «Vereinigung für gärlose Obstverwertung im Zürcher Oberland» zum Sekretär bestimmt. 1927 werden erstmals auf öffentlichen Plätzen im Zürcher Oberland Obstsaft sterisliert.[1][2]

1926 Heiraten Walter Schwilch und Klara Diener (*13. Dezember 1902 †11. Januar 1991).[3]

1932 Schwilch zieht von Rüti nach Wetzikon an die Morgenstrasse 22/28. Anfänglich noch als Angestellter der Vereinigung für gärlose Obstverwertung im Zürcher Oberland, wird Schwilch ab 1936 selbständiger Unternehmer.

1937 Erwirbt Walter Schwilch das Gebäude von Albert Sigrist an der Hinwilerstrasse 58.

1939 An der Landesausstellung in Zürich präsentiert Schwilch mit Wandbildern und Geräten die Süssmosterei. Für die gewerbliche Mosterei liefert er eine Abfüllanlage zusammen mit Standflaschen, so dass die ganze Landi mit Süssmost versorgt werden kann.[1]

1954-1962 Amtet Walter Schwilch als Gemeinderat.

1958-1974, Geschichte der KEZO Die Gemeinde Uster organisiert eine Exkursion in die Kompostieranlage Chur und in die Kehrichtverbrennung von Davos. Im Anschluss wird ein Ausschuss gegründet, der abklärt, wie eine Kehrichtverbrennungsanlage im Zürcher Oberland realisiert werden kann. Walter Schwilch wird zum Präsident dieser «Interkomunalen Kommission für Kehrichtprobleme». Wenig später wird ein Verein unter der Beteiligung von 19 Gemeinden gegründet. Um die finanzielle Grundlage für eine Ausführung eines Projektes zu sichern, wird der Gemeindeverein in einen Zweckverband umgewandelt. 18 Gemeinden stimmen den Statuten samt Kostenverteiler zu und auch der Kredit für die Erstellung einer Kompostieranlage in der Höhe von 2,73 Millionen Franken wird genehmigt. Nach einer zweijährigen Bauzeit kann die Anlage am 1. August 1963 dem Betrieb übergeben werden. Da die Anlage trotz grossem Personalaufwand die wachsende Abfallmenge nicht bewältigen kann, muss eine zusätzliche Verbrennung her. Den Gemeinden wird eine Offerte mit einer Kreditvorlage von 12,5 Millionen Franken vorgelegt. In Planung ist eine Kehrichtverbrennungsanlage mit Stromproduktion und der Abgabe von Heizenergie an die benachbarte Industrie. Der Abstimmungskampf ist heftig. Die meisten Gemeinden stimmen dem Kredit zu, doch Wetzikon lehnt das Projekt ab. Nach erneuter Prüfung durch eine ETH-Expertenkommission, kann 1971 ein neuer Kehrichtsverbrennungs-Ofen in Betrieb genommen werden. Später erfolgt ein Weiterausbau der Verbrennung.

Links Alt Gemeinderat Walter Schwilch in seiner Tätigkeit als Präsident der Interkomunalen Kommission für Kehrichtprobleme
Neue Anlage der KEZO, 1970er Jahre

Der Kostenvoranschlag von 28,8 Millionen Franken wird von allen Verbandsgemeinden genehmigt. Nach der Inbetriebnahme der erweiterten Anlage kann die Kompostieranlage, die nie befriedigte, stillgelegt werden. Die neue Anlage mit Wärmenutzung gilt als Musteranlage. Nach 17 Jahren intensiver Tätigkeit übergibt Walter Schwilch 1974 das Präsidium der KEZO seinem Nachfolger.[1][1][2]

1962 Die Vereinigung Pro Pfäffikersee wird gegründet. Schwilch übernimmt das Präsidium.[1]

Literatur

Filme

Spezielles

Diplomarbeit Werner Schwilch, 1963 in Schachtel Pfäffikersee 1 im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Zusammenfassung Willi Müller, 18. Februar 2015
  2. 2,0 2,1 2,2 Publikation «Das war mein Leben», Walter Schwilch, 1993
  3. Zürcher Oberländer 10. Dezember 1982