Sennhütten allgemein (Milchgenossenschaft; Sennereigenossenschaft)

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Chronik

  • In den verschiedenen Zivilgemeinden bestanden Milchgenossenschaften oder Sennereigenossenschaften, in Unterwetzikon die Sennhüttengenossenschaft.


1802 Für den Bau einer Sennhütte zu Wetzikon wird ein Vertrag zwischen Dekan Nägeli und folgenden Bürgern geschlossen: Seckelmeister Jakob Weber, Tischmacher Weber, Kaspar Erni, Wachtmeister Hans Heinrich Weber, Heinrich Weber und alt Vogt Hasler von Robenhausen. Es wird festgehalten, dass sich Dekan Nägeli einverstanden erklärt, dass im Pfarrbaumgarten eine Sennhütte gebaut werden darf. Einem jeweiligen Pfarrer solle es freistehen, entweder hüttenfrei von zwei Kühne die Milch in die Hütte zu geben oder von den Eigentümern der Hütte jährlich zwei Gulden zu fordern. Ferner wurde vereinbart, dass die Eigentümer das Recht haben, gegen das Waschhaus hinauf einen Teuchel in den Bach zu legen und denselben in den Milchkeller zu führen; das Bächlein solle jedoch zu keinen Zeiten geschwellt werden dürfen.[1]

1962 Die Milchhändler stellen ihre Verteiltouren am Sonntag ein.[2]

1970 An der Spitalstrasse (ca. Nr. 19, vgl. Foto) befand sich die älteste Sennerei in Wetzikon, eine vielleicht 200-jährige Käshütte mit Mansardendach bis zur Jahrhundertwende in Betrieb. Ende der sechziger Jahre diente sie als Abstellraum. 1970 drückte der Schnee den First ein und der morsche Bau musste abgeräumt werden.[3]

1972 „Die alte Milchmann-Romantik ist vorbei“, schreibt am 23. November die Lokalzeitung Der Zürcher Oberländer.

Wird von der Milchgenossenschaft die Hauszustellung eingestellt. Die „Hausfrauen im Rötel“ bedanken sich per Leserbrief bei Milchmann Vontobel für seine langjährigen Dienste.[4]

1974 Die Milchgenossenschaft Nübruch-Robank wird gegründet.[5]

1979 Vereinigte Milchgenossenschaften Wetzikon in Liquidation (Wetzikon). Die Wehrsteuerverwaltung des Kantons Zürich hat der Löschung zugestimmt. Die Firma wird daher im Handelsregister gelöscht.[6]

2000 Nach 26 Jahren verrichtet Ursula Kägi letztmals ihre Arbeit in der Milchhütte Robank. Die Milchhütte stellt den Betrieb ein.[5][7]

Milchhütten/Sennhütten -Standorte in Wetzikon

Pressespiegel

Dokumente

Fotos

Sennhütten

Fahrzeuge

Literatur

  • Heimatspiegel 1/Januar 1988, Käsereigenossenschaft Bühl: Die Geschichte eines ganzen Dorfes (Wald ZH)
  • Heimatspiegel 3/März 1985, Eine Oberländer Kleinsennerei, als es noch Fuchsrüti-Käse gab....
  • Heimatspiegel 1/Januar 1979, Rund um die Milchhäuschen und Sennhütten. Als von der Milchschwemme noch keine Rede war.

Einzelnachweise

  1. Felix Meier, Die Geschichte der Gemeinde Wetzikon, Seite 267
  2. Chronik von Wetzikon, 1962
  3. Datenbank Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  4. ZO 5. Dezember 1972
  5. 5,0 5,1 ZO 4. Mai 2000, Milchhütte Robank hat den Betrieb eingestellt.
  6. Zeitungsausschnitt im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon, März 1973
  7. ZO 4. Mai 2000