Kino Rio

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2004

Allgemeine Informationen

1958

1958 Erstellt Albert Fleischmann-Huber, Inhaber des Kleidergeschäfts Bahnhofstrasse 46_50, das zweite Lichtspieltheater auf dem Platz Wetzikon. Dies allerdings gegen Widerstand in der Öffentlichkeit. Das Gesuch der Kirchenpflege im Mai 1956 an den Gemeinderat, alles zu unternehmen, um den Bau eines zweiten Kinotheaters zu verhindern, ist erfolglos. Die Eröffnung findet am 28. November statt. Gezeigt wird der Film «Die unentschuldigte Stunde». Von jedem Platz aus ist für 350 Besucher eine einwandfreie Sicht gewährleistet.[1]

Chronik Kanton Zürich 1961, Seite 257

1984 Verpachtet Elsa Fleischmann das Kino an Ruth Forrer-Hasenfratz, so dass nun zusammen mit deren Duplex-Kino «Palace» an der Bahnhofstrasse 70 von einem Center gesprochen werden kann.

Kino Rio, 1972

1989 Übernimmt Frau Elisabeth Spring das Rio eine Zeit lang mietweise.

Inserat, 1966

1992 Vom 17. Juni bis 17. August erfolgt der Einbau einer Kassierloge aus Glas, Erneuerung der Neonbeleuchtung sowie Revision der Vorführmaschinen.

Geht das während ein paar Jahren von Ruth Forrer geführte Kino in den Besitz von Hans und Susanne Brönnimann-Marty (Besitzer des Kinos Central in Uster) über.

1998 Durch kontinuierliche Anpassung an die Wünsche des Publikums und Modernisierung ist es gelungen, bis heute den Kinobetrieb erfolgreich aufrecht zu erhalten.

2002 Die Baukommission Wetzikon hat die Baubewilligung für den Abbruch der Liegenschaft und für einen Neubau erteilt. Somit sind die Tage des Kinos Rio gezählt.[2]

2003 Ein Abbruch findet nicht statt. Kinobetreiber Hans Brönnimann kündigt den Vertrag. Am 13. November wird das renovierte Kino wiedereröffnet. Drei Betreiber steigen in das Kinogeschäft ein, alle aus dem Oberland: Pascal Nussbaum und Lars Honegger aus Rüti und Heinz Kohler aus Rapperswil. Die bestehenden 300 Plätze werden auf 257 abgebaut. Auf dem Balkon befinden sich Zweiersofas. Neu im Zürcher Oberland ist die Ticket-Buchung über das Internet.[3][4]

2004 Zieht Kultino von der Kulturfabrik ins Rio und zeigt jeweils am ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr Filme abseits von grossen Holywoodproduktionen.[5]

2007 Das Kino Rio bringt als erstes Kino, zeitgleich mit Uznach und Bülach, erstmals in der Schweiz regelmässige 3-D-Unterhaltung.[6]

2010 Das Kino Rio ist eines von drei Kinos in der Schweiz die WM-Fussballspiele in 3-D zeigen.[7]

Die Oscar-Imitationen vor dem Kino müssen entfernt werden. Dafür sorgt die amerkikanische Film Academy von Beverly Hills.[8]

2016 Nach 13 Jahren und über 20'000 Vorstellungen schliesst Geschäftsführer Pascal Nussbau den Kinobetrieb per Ende Mai.[9]


Literatur

  • Heimatspiegel 8/1985 Kino-Anfänge im Zürcher Oberland «Einst Familienexistenz, heute Nebenerwerb».
    Heimatspiegel 1985
  • Heimatspiegel Nr. 11/2006 Ein Geschäft für starke Persönlichkeiten. Rückblick auf 100 Jahre Kinogeschichte im Zürcher Oberland.
  • Bezirkschroniken des Kantons Zürich Band 4, Bezirk Hinwil, 1961 Seite 257

Fotos

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Chronik von Wetzikon, 1958
  2. ZO 6. August 2002
  3. ZO 4. Juli 2003
  4. 29. Oktober 2003
  5. ZO 29. Januar 2004
  6. Tages-Anzeiger 28. März 2007
  7. ZO 25. Juni 2010
  8. ZO 21. Juli 2010
  9. Medieninformation Kino Rio, 6. April 2016