Ochsen

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Ochsen, 2009

Standort

Der Gasthof zum Ochsen an der Tösstalstrasse 1 steht an einer regional bedeutenden Wegkreuzung in Kempten. Hier kreuzen sich die Verkehrswege zwischen Pfäffikon ZH–Hinwil–Rapperswil SG und Wetzikon–Bäretswil–Wald ZH. Die grosse Ochsenkreuzung in Wetzikon wurde 2008 für über 3 Millionen Franken saniert und die Lichtsignalanlage durch einen Kreisel ersetzt.

Wirtshausschild Ochsen, 1972

Ochsen, allgemeine Informationen

Gasthof zum Ochsen, 1945

Erstmals erwähnt wird eine Taverne in Kempten im Jahre 1530. Es ist davon auszugehen, dass sie sich an derselben Wegkreuzung befunden hatte, wie der heutige Ochsen.[1] 1531 wurden, im Anschluss an das vom Zürcher Rat herausgegebenen Sittenmandat, vom Landvogteiamt und Amtsgericht Grüningen ZH drei Wirtshäuser für die Gegend von Wetzikon bestimmt, darunter eines zu Kempten, des Zanggers Haus.

Innenaufnahme Ochsen

Im Jahre 1583 bestätigte der Rat in Zürich diese Wirtshäuser und bezeichnete jenes in Kempten als «Ochsen». [2]
Namentlich überliefert sind seither die Wirte zum Ochsen. Im Jahre 1853 wurde der Gebäudekomplex um ein Stockwerk erhöht. Gleichzeitig wurde ein ungeknicktes Satteldach mit First in Ost-West-Richtung, sowie eine westliche Vergrösserung des Baus um eine Fensterachse erstellt. Das Nebengebäude ein ehemals Bohlenständerbau wurde 1859 zu einem Massivbau mit drei Stockwerken. Zwei östlich angebaute Wohnhäuser, ebenfalls Flarzbauten, mussten dem Umbau weichen. Der Tanzsaal auf der Nordseite wurde im Jahre 1860 erstellt. 1907 wurde ein Bühnenanbau angebaut.

Ochsen 1929

Eine weitere Renovation erfolgte in den 40er-Jahren. Ein Bogenfenster des Tanz Saalanbau wurde zugemauert und das heute wieder weither sichtbare Wandbild auf die neu entstandene Wandfläche gemalt. Das Nebengebäude wurde 1959 im Innern modernisiert, die Scheune, seit anfangs 20. Jh. neben der landwirtschaftlichen Bestimmung auch als Bierdepot genutzt, gegen Norden und Osten vergrössert.

2002 Erfolgte der Umbau der Liegenschaft zum gastro-kulturellen Treffpunkt. Der Tanzsaal erhielt als moderner Veranstaltungssaal Bar und Galerie. Das alte Deckengemälde wurde in aufwendiger Arbeit originalgetreu restauriert. Ein separater Eingang auf der Rückseite/Innenhof ermöglicht den direkten Zugang. [3]

Werbung Restaurant Ochsen, 2005

2016 Abschiedsapéro am 25. Juni und Pächterwechsel: Auf Giuseppe «Pino» und Carmelina Argirò folgen Luca Fraccascia (Sternekoch), Saverina Pellegrino (Maître du Salle), Nathalie Gabriel (Marketing und Organisation).[4]

2018 Nach zwei Jahren Betrieb müssen die Pächter Mitte Mai Konkurs anmelden. Die Nachfolge übernimmt Salvatore Dolce Anfang September. Dolce leitete das «La Zagra» im Zürcher Seefeld und das «Al Giardino» in Winterhur. Zudem war er als Maître d'Hôtel des Hotels Gstaaderhof in Gstaad tätig.[5][6]

Kultur im Ochsen

2000 Im April wurde die Ochsenkultur AG gegründet mit dem Ziel, in Wetzikon ein Kulturzentrum im Kemptner Ochsen ins Leben zu rufen. Initiant Dieter Burkhalter will eine Totalrenovation der heruntergekommenen Liegenschaft vornehmen und sie zu neuem Leben erwecken. Zum neuen Kulturzentrum gehören die Ochsenkultur AG, ein Wirt für das Restaurant und der Verein Scala. Letzterer verlegte seine Aktivitäten aus Platzgründen von Bubikon nach Wetzikon. 2001 Am 7. April erlebte der Ochsen seine Feuertaufe als Kulturzentrum. Gitarrist Max Lässer, Sänger Andrea Caprez und das Museumsorchester begeisterte das Publikum. (ZO 9.4.2001)

Siehe auch

Literatur

  • Heimatspiegel 1/2003 «Von der Dorftaverne zur Oberländer Kulturbeiz», «Wirtschafts»-Geschichte am Beispiel des Gasthofs Ochsens in Kempten/Wetzikon. Autoren: Peter Niederhäuser, Jan-Jesse Müller.
  • «Herkunft der Bertschinger» Gössikon - Kempten - Wetzikon - Rüti, Heft 6, 2008, von Rolf Weiss, Winterthur.
  • Chronik Kanton Zürich, Bezirk Hinwil 1944, Seite 289


Ansichtskarten


Fotos

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ochsen-wetzikon.ch (Abgefragt 2012)
  2. Wikipedia Kempten (Abgefragt 2012)
  3. ochsenkultur.ch/geschichte (Abgefragt 2012)
  4. ZO 15. Juli 2016
  5. ZO 17. Mai 2018
  6. ZO 15. Oktober 2018