Strandbad Auslikon

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Strandbad Auslikon, allgemeine Informationen

Das am Südöstlichen Rande des Pfäffikersees gelegene Strandbad Auslikon gehört seit 1964 der Gemeinde Wetzikon und wird auch durch die Gemeinde Wetzikon betrieben und unterhalten. Das Strandbad liegt inmitten des Naturschutzgebietes am Pfäffikersee. Angegliedert an das Strandbad ist ein Campingplatz.

1946, ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv, Fotograf: Friedli, Werner

Chronik

1927 Die Haupttätigkeit des neu gegründeten Verkehrsvereins Wetzikon ist der Ausbau des Strandbades am Pfäffikersee. Im Freisinnigen vom 14. Dezember 1926 steht: Je nach Mass der finanziellen Unterstützung seitens der politischen Gemeinden Wetzikon und Pfäffikon und der verschiedenen in Frage kommenden Zivilgemeinden soll das Strandbad etappenweise derart ausgebaut werden, dass es der immer wachsenden Frequenz, den badesportlichen und hygienischen Bedürfnissen entspricht.

1930 Für 4'000 Franken wird das Land vom Verkehrsverein für das künftige Strandbad erworben.

1931 Die Eröffnung des Strandbad-Betriebes erfolgt am 24. Mai. Eintrittsgelder werden nur Samstags und Sonntags erhoben. Es wird beschlossen ein Rettungsboot anzuschaffen; eventuell auch 1 Floss und Sprungbrett zu erstellen.

30er Jahre

1936 Auf dem Areal des vor 15 Jahren erworbenen Landes am Kemptnerbachdelta des Pfäffikersees befindet sich jetzt ein stattliches Strandbad, das mit grossen Mitteln nach und nach ausgebaut wurde.

30er Jahre

1937 Wird eine SBB-Haltestelle Auslikon für Strandbadbesucher geschaffen.[1]

1949 Die Gemeinde bewilligt für das Strandbad 63'500 Franken. Es sollen 40 neue Kabinen erstellt werden. Während des Sommers wurden 15'000 Badegäste registriert.

1958 Strandbad und Campingplatz in Auslikon werden neu gestaltet und mit Wasserleitungen versehen.[2]

1958

1964 Das Strandbad Auslikon wird durch die Gemeinde gekauft. Am 13. März wird der Kaufvertrag zwischen dem Verkehrsverein und der Politischen Gemeinde abgeschlossen. Per Stimmzettel, Abstimmung vom 24. Mai 1964, befürwortet auch die Öffentlichkeit den Kaufvertrag (1500 Ja/248 Nein).[3][4]

1972 An der Gemeindeversammlung vom 29. März wird beantragt einen Betrag von 150'000 Franken, an die Sanierung der Zufahrt zum Strandbad am Pfäffikersee, zu gewähren.[5]

1974/75 Garderobenumbau im Strandbad. Bisher nahm Personal Kleidung ab und hängte sie auf Ständer.

1975 Installation eines neuen Sprungbretts auf Dreieckfloss, zirka 1 Meter ob dem Wasser.

1981/1982 Der Kiosk wird zur Brücke verlegt, WC und Dusche werden im Neubau am Weg zwischen Campingplatz und Freibadanlage installiert.[6]

1984

1986 Eine neue Zeltplatzordnung löst die aus dem Jahre 1966 ab. Neu wird neben der Nacht- auch eine Mittagsruhe angeordnet.[7]

Kiosk 2004

1987 Bei einem Brand wird das Holzgebäude mit dem Kassahäuschen zerstört. Es entsteht ein Schaden von 50'000 Franken.[8]

1989 Margaretha Poli übernimmt mit ihrem Lebenspartner den Kiosk, später stösst auch Sohn Hans-Peter Poli zum Team.[9]

2013 Die oberhalb des Strandbad Auslikon gelegene Brücke über den Chämtnerbach wird gemäss einer Mitteilung der Gemeinde Pfäffikon 2014 saniert. Die Brücke war seit 2008 aufgrund ihres schlechten Zustandes gesperrt. Die voraussichtlichen Kosten von 130000 Franken werden Anteilsmässig zwischen dem Kanton und den Gemeinden Wetzikon und Pfäffikon aufgeteilt.[10]

Spielplatz und Kiosk 2008

2015 Auf Ende Saison hört Hans-Peter Poli als Mieter des Kiosk's auf. Er tratt 2008 die Nachfolge seiner Eltern an. Poli will in Zukunft mit einer eigenen Firma Grappa, Wein und Prosecco importieren.[11]

2019 Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) und Regierungsrat Martin Neukomm (Grüne) präsentieren an einer Medienkonferenz vom 23. September das neue Mobilitätskonzept Pfäffikersee. Während das Strandbad und der Bootssteg Auslikon nicht betroffen sind, muss der Campingplatz mit seinen 150 Stellplätzen per Ende 2023 aufgehoben werden. Die rund 280 Parkplätze im Norden bekommen einen neuen Platz an der Bahnlinie Auslikon.[12]

Literatur

  • Seen werden, Seen vergehen: Eine Landschaftsgeschichte der Seen allgemein, mit ausgewählten Beispielen aus aller Welt. Paul Jung, 1990
  • Die ersten Bauern. Pfahlbaufunde Europas: Band 1 Schweiz. Forschungsberichte zur Ausstellung im Schweizerischen Landesmuseum und zum Erlebnispark / Ausstelllung Pfahlbauland in Zürich, 1990
  • Heimatbuch der Gemeinde Pfäffikon im Kanton Zürich: Band II, 1983
  • Der Pfäffikersee: Ein natur- und heimatkundlicher Führer. Hansruedi Wildermuth, 1977
  • Das Zürcher Oberland, Emil Egli, 1971
  • Beiträge zur Morphogenese des Zürcher Oberlandes im Spät- und Postglazial: Mit besonderer Berücksichtigung des Greifen- und Pfäffikersees. Paul Jung, 1969
  • Wetzikon und der Pfäffikersee. Karl Fuchs, 1929
  • Ins Zürcher Oberland: Wanderstudien. Peterhans-Bianzano G, 1925. Seite 149 bis 158
  • Pdficon.gif Heimatspiegel Juli/1929
  • Pdficon.gif Heimatspiegel Juli/1932
  • Pdficon.gif Heimatspiegel September/1949
  • Pdficon.gif Heimatspiegel Juli 1958
  • Pdficon.gif Heimatspiegel Juli/1964

Pläne

Ansichtskarten

Fotos

Weblinks

Lage

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Einzelnachweise

  1. Aufzeichnungen im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  2. Aufzeichnungen im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  3. ZO Artikel 1964, Autor: Jakob Hauser
  4. Weisung Gemeindeabstimmung 24. Mai 1964
  5. Chronik von Wetzikon, 1972, Seite 248
  6. ZO 19. Mai 1982
  7. ZO 14. Juni 1986
  8. ZO 28. November 1987
  9. ZO, Beilage extra, 23. Juni 2006
  10. ZO 11. Dezember 2013
  11. regio 6. November 2014
  12. ZO 24. September 2019