Kulturfabrik

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2004 Oktober 04 Kulturfabrik.JPG

Chronologie

Pressefoto Stadt Wetzikon undatiert

1980 Am 8. April schreibt der Zürcher Oberländer, die Besitzerin der ehemaligen Giesserei Honegger & Cie.-Fabrik Silvia Attiger erteile jung gebliebenen Erwachsenen grünes Licht, die Fabrik ein Jahr lang als Versuchsbetrieb Kulturfabrik zu betreiben. Die Idee stammt unabhängig und wird auch unabhängig von der Gemeinde verwirklicht. Zu diesem Zweck wird eine Genossenschaft gegründet.

Peter Rosenberger, der das Gesuch an die Gemeinde wegen Zweckänderung zeichnet, meint: „Wir wollen das bestehende Kulturangebot ergänzen nicht konkurrenzieren“.

Ende Juni wird die Kulturfabrik offiziell eröffnet.[1]

1981 Der Verein KoKo (Kommunikation und Koordination) hat im September einen neuen Raum in der Kulturfabrik geschaffen und eingeweiht.

1982 Die Gemeindeversammlung lehnt am 6. Juni einen Unterstützungskredit von Fr. 120'000.-- mit 2004 Nein- zu 1913 JA-Stimmen ab.[2]

1985 Seit anfangs Juli hat der neu gegründete Verein Trägerschaft Kulturfabrik (Trägerverein) die Verantwortung und Verwaltung über den Begegnungsort übernommen. Der Verein hat vorerst einen einjährigen Mietvertrag erhalten.[3]

1985

1989 Am 5. März wird an der Urne einen Gemeindebeitrag von Fr. 165'000.-- abgelehnt.[4]

1992 Silvia Attiger hat den Aktivisten der Kulturfabrik neue Bewegung verschafft: Für zwei Millionen kann das 9'444 m2 grosse Areal gekauft werden. Seit Herbst verkauft die Kulturfabrik Gönneraktien zu Fr. 115.--[5]

1995 Verhandlungen mit der Besitzerin laufen: 3 Millionen Franken will Silvia Piller-Attiger. Weitere 2.3 Millionen Franken müssen dringend in nötige Sanierungsarbeiten gesteckt werden.[6]

1996 Am 25. September bewilligt die Gemeindeversammlung einen Beitrag von Fr. 500'000 Franken für den Kauf der Kulturfabrik Wetzikon.[7][8]

1997 Der Kantonsrat hat aus dem Fonds für gemeinnützige Zwecke einen Beitrag von 1.5 Millionen Franken für die Kulturfabrik gesprochen. Das Gebäude wechselte für 2.5 Millionen Franken die Hand. Die Immobilienfirma Sineva AG verkauft die Kulturfabrik an die Stiftung Kulturfabrik Wetzikon.[9]

2001 Aus eigener Kasse werden Fr. 300'000 Franken für den Gesamtumbau der Kulturfabrik aufgebracht. Beat Indermaur ist Präsident der Stiftung Kulturfabrik.

2000 Mit CoolTV startet ein Hausfernsehen der Kulturfabrik.[10]

2007 Der Verein Koko hat eine Fläche in der Wetziker Kulturfabrik gemietet. Nico Goffi vom Verein Koko engagiert sich für Nachwuchskünstler aus der Region. Im Migros Magazin Nr. 38 vom 17. September erscheint eine Reportage über die drei Wetziker Filmer Rolf Steiger, Vincenzo Lanciano und Christian Fenice von CoolTV dem Internet-Fernsehen aus der Kulturfabrik Wetzikon. Sie haben für einen Wettbewerb innert 48 Stunden einen Kurzfilm gedreht.

KUHalle nennt sich eine neue Gruppierung bzw. ein neuer Verein der Kulturfabrik. Er will neben der Organisation von Konzerten auch das Image der Kulturfabrik aufpolieren. Präsident ist Roman Gröbli.[11]

2008 Seit bald drei Jahren gibt es die BROCKkultur in Wetzikon. Es ist ein Secondhandlanden, ein Cafe, ein Begegnungsort, eine Kulturstätte. Die Inhaberin ist Rosy Rey.[12]

2010 Mit einem Spezialprogramm feiert die Kulturfabrik ihr 30-jährige Bestehen.[13]

In der Kulturfabrik öffnet neu unter dem Namen „Igual“ eine Bar für Homosexuelle.[14]

2018 Die Kulturfabrik erhält einen Anerkennungsbeitrag von 10'000 Franken vom Kanton Zürich. Der Preis zeichnet Kulturschaffende und Institutionen aus, die sich für die Teilhabe möglichst breiter Bevölkerungskreise am kulturellen Leben engagieren. Regierungsrätin Jacqueline Fehr übergibt den Preis persönlich.[15]

2019 Im Spätsommer eröffnet in der Kulturfabrik ein Creole Take-away. Willy und Zuzana Ander betreiben das Restaurant. Die kreolischen Spezialitäten werden von Koch Joel Charles zubereitet.[16]

Siehe auch

Literatur

  • Heimatspiegel Nr. 10/1996 Vom Experiment zur Institution. Die Geschichte der Kulturfabrik Wetzikon

Fotos

Akten Archiv Ortsgeschichte

  • Kalender 2010 - 30 Jahre Kulturfabrik Wetzikon Jubiläum
  • Informationsschrift Rückblick / Ausblick Verein Kulturfabrik 1986/1987
  • Stiftung Kulturfabrik, Pdficon.gif Statuten, 23. September 1996
  • KoKo, Verein für Kommunikation und Koordination, Betriebskonzept, März 2001
  • KoKo, Verein für Kommunikation und Koordination, Statuten vom Februar 2000
  • Falt-Flyer Kulturfabrik Wetzikon
  • Broschüre: Die Kulturfabrik Wetzikon, 1993
  • Informationsschrift Kulturfabrik Wetzikon 1980
  • Diverse Flyer und Publikationen
  • Blinker - Info-Blatt der Kulturfabrik:
  • Nr. 1 bis 10 / 1982 bis April 1983
  • Nr. 11/1983, 12/1983, 13/1983, 14/1983, 15/1983, 16/1983, 17/1984, 18/1984, 19/1984, 20/1984, 21/1984, 22/1984, 23/1984, 24/1985, 25/1985, 26/1985, 27/1985, 28/1985, 29/1985, 30/1985, 31/1986, 31.5/1986, 32/1986, 33/1986, 34/1986, 34.5/1986, 35/1986, 36/1986, 37/1986, 38/1987, 39/1987, 40/1987, 41/1987, 42/1987, 43/1987, 44/1987, 45/1987, 47/1987, 58/1989
  • Heft 1 mit Zeitungsartikeln: 1980-1994
  • Heft 2 mit Zeitungsartikeln: 1995-Juli 2005 (mit Jahren 1988-1992)
  • Heft 3 mit Zeitungsartikeln: August 2005-September 2010

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ZO 20. Juni 1980
  2. Weisung 6. Juni 1982 im Archiv Ortsgeschichte
  3. ZO 20. August 1985
  4. Weisung 5. März 1989 im Archiv Ortsgeschichte
  5. ZO 13. Mai 1993
  6. ZO 20. Oktober 1995
  7. ZO 26. September 1996
  8. Heimatspiegel 10/1996
  9. ZO 4. März 1997
  10. ZO 12. Mai 2000
  11. ZO 21. Dezember 2007
  12. Wetziker Spiegel August 2008
  13. 1. Februar 2010
  14. ZO 1. Dezember 2010
  15. Medienmitteilung, Direktion der Justiz und des Innern, Fachstelle Kultur, 16. Oktober 2018
  16. ZO 14. September 2019