Edwin Hirzel (Möbelfabrik und Bauschreinerei)

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Chronik

Ab 1895 Am 7. April verlässt Edwin Hirzel das Elternhaus um das nötige Rüstzeug für den Schreinerberuf zu erwerben. Die Lehrzeit dauert 3¾ Jahre. Sein erster Wochenlohn als Schreinergeselle beträgt 9 Franken. Nach weiterer Ausbildung in den Werkstätten und Abendschulen von Zürich tritt er in Deutschland die damals üblichen Wanderjahre an. In Stuttgart und Hamburg arbeitet er mehrere Jahre. In Erinnerung bleiben ihm die Schiffswerft Blom & Voss und die Hamburger Möbelwerkstätte Böckenhöger. In Nürnberg besucht er die Schreinferfachschule.[1]

Edwin Hirzel - Firmengründer

1905 Edwin Hirzel kehrt am 7. April von seinen Wanderjahren heimwärts und gründet in der ehemals Bertschinger'schen Liegenschaft, Bahnhofstrasse 36, eine Mech. Bau- und Möbelschreinerei und Glaserei. Diese war recht bescheiden, denn zu dem zur Werkstatt eingerichteten Schopf, kann er sich nur einen kleinen Anbau von 5x8 Metern für die Maschine leisten.[2][1]

Inserat 1905

1906 Bereits nach einem Jahr muss er Arbeitskräfte, zuerst einen, dann zwei Arbeiter und dazu einen Lehrling suchen.[1]

1907 Nach Erbteilung geht die inzwischen zur Werkstätte umgebaute Liegenschaft Schopf in den alleinigen Besitz an Edwin Hirzel.[3]

1909/10 Das Wohn- und Geschäftshaus an der Bahnhofstrasse 36 wird erstellt.[1]

Geschäftshaus Bahnhofstrasse - 1925

1911 Edwin Hirzel heiratet Louise Köng.[1]

1917 Übernimmt Edwin Hirzel das Präsidium des Schreinermeisterverbands Zürcher Oberland SZO.[4]

1922 Edwin Hirzel kauft am 24. August von der Firma Gebr. Gubelmann & Co. Land an der Weiherstrasse.[3]

1923/24 Erfolgt die Erstellung eines Magazinbaus, Weiherstrasse 4, mit Garagen und Ausstellungsräumen für die Möbel.[3]

Magazin und Möbelausstellung - Weiherstrasse

1941 Trotz Unsicherheit in Kriegszeiten werden die Werkstätten erweitert.[5]

1944 Am 1. Januar übernehmen die beiden jetzigen Inhaber, die Söhne des Gründers, Edwin und Heinrich Hirzel die Firma in Kollektivgesellschaft.[5]

1945 Der Bedarf an gutem und trockenem Holz verlangt den Bau eines grossen Holzlagerschuppens.[5]

1947/1948 Folgt ein weiterer Um- und Aufbau der südlichen Werkstätten. Der alte Holzschopf-Aufbau wird nach Abbruch als Holzlagerschuppen neu aufgebaut.[5]

1952

1957/1958 Eine Modernisierung des Betriebes verlangt einen zweckmässigen Neubau, eine neue Betriebsorganisation und Rationalisierung.[5]

1972 Edwin Hirzel's Söhne in Wetzikon, Kollektivgesellschaft, Möbelwerkstätte, Innenausbau und Bauschreinerei löst sich infolge Ausscheidens des Gesellschafters Edwin Hirzel auf und die Firma erlischt. Das Geschäft wird vom Gesellschafter Heinrich Hirzel als Einzelkaufmann unter der Firma Edwin Hirzel's Söhne, Inhaber Heinrich Hirzel in Wetzikon fortgesetzt.[6]

1977 Die Ausstellungsräume von „Hirzel-Wohnen“ am Bahnhof Wetzikon werden neu gestaltet.[7]

1979 Übernimmt der eidgenössisch diplomierte Schreinermeister Heinrich Hirzel jun. das Geschäft, der 1971 nach Besuch einer Fachschule in Garmisch-Patenkirchen und einem Volontariat zu seinem Vater kommt. Zu dieser Zeit findet auch die eigentliche Spezialisierung auf Möbel- und Innenausbau statt.[8]

75-Jahre-Jubiläum - Belegschaft 1980

1980 Feiert die Firma ihr 75-Jahre-Jubiläum.[9]

1990 Am 10. Juni verstirbt Heinrich Hirzel (*1914). Pdficon.gif Nachruf Heinrich Hirzel, verfasst von Paul Weber, Direktor Druckerei Wetzikon 1990

1991 Findet nach vollkommener Neugestaltung die Eröffnung der Spielwaren-Boutique an der Bahnhofstrasse 36 statt, die von Elisabeth Hirzel geführt wird.[10]

1992 Erfolgt die Vereinigung der Produktion von der neu gegründeten Hirzel Wohnen AG, einer Tochterfirma der Edwin Hirzel's Söhne, mit Pendt AG in Gossau. Die Aufgabenbereiche beider Firmen bleiben weiterhin getrennt und die Hirzel Wohnen AG, die Tochterfirma der Edwin Hirzel's Söhne (Möbelschreinerei) im Besitz von Heinrich Hirzel, wird ihren Geschäftssitz in Wetzikon behalten. Die Hirzel Wohnen AG ist als Mieterin für die Beschaffung und den Unterhalt des Maschinenparks zuständig, und die Pendt AG übernimmt als Eigentümerin des Gebäudes die Kosten für sämtliche Infrastrukturen.[11]

1994 Geht die Firma Hirzel Wohnen AG (Sitz in Gossau ZH) in Konkurs.

1995 Schliesst Edwin Hirzel's Söhne den Betrieb an der Bahnhofstrasse 36.

Belegschaft

Jahr Mitarbeiter
1906 2
1908 13
1944 20
1970 24
1980 30

Siehe auch

Pläne

Dokumente

Zeichnungen Edwin Hirzel

Fotos

Allgemein

Werkstatt und Belegschaft

Möbel aus der Schreinerei Hirzel

Unterlagen Archiv Ortsgeschichte Wetzikon

  • Schenkung Möbelschreinerei Hirzel 1997 (Standort: Weisser Schrank im Archivraum)

Fotos

  • Album mit Originalfotos von im Auftrag angefertigter Möbel, Weihnachtsausstellung 1937, Ordner mit Ladenbauten, kl. Fotomäppchen mit div. Möbeln
  • Album mit Fotos verschiedener Möbel und Zeichnungen
  • Schachtel Glasnegative, Fotos von Familie Hirzel (digitalisiert am 25. Januar 2012)
  • Album mit Fritz Wiesendanger Aufnahmen, Schenkung Katharina Hirzel, Thalwil, 1. Oktober 2015

Bilder

  • Edwin Hirzel (*1880†1957), Gründer von Möbel Hirzel
  • Zeitungsdruck mit Luftaufnahme der Betriebsliegenschaften E. Hirzel Söhne

Kleine Schachtel

  • Clichés

Grosse Schachtel

  • Preislisten
  • Broschüre über Bestrebung einer Bahnverbindung Wetzikon an den Zürichsee 1872 bis 1903
  • Lehrvertrag 1897
  • 33 Jahre Möbel Hirzel
  • Diverse Schreiben vom Notariat an die Schreinerei
  • Handgeschriebenes Verzeichnis von 1905 über Material und Arbeitszeit
  • Mappe Schulhaus Robenhausen mit Vorkalkulationen und Offerten
  • Umschlag mit Verträgen für Neubau der Zürcher Kantonalbank Rüti (1920)
  • Lehrvertrag, div. Verträge Vergabe von Schreinerarbeiten, Kaufverträge, Erklärungen
  • Heft WERKSTATTAKTION über Umbau & Vergrösserung der Werkstatt von Edwin Hirzel Möbelschreinerei mit Plänen und Rechnungen,
  • Mappe mit Rechnungen, Protokollen, Korrespondenz, Rechnungen, Briefen, Gemeindeabrechnungen, Unfallversicherung für den Betrieb
  • Schriftverkehr mit Gemeinde und Kanton, Verträge

Weitere Unterlagen

  • Bauformenlehre (handschriftlich) Verfasser Jb. Hirzel mit div. Berechnungstabellen
  • Broschüre: die Seele des Möbels
  • Deutsche Wohnungen in Wort und Bild der Handwerkstätten für einheimische Möbel GmbH., Berlin
  • Mappe mit gezeichneten Schlafzimmerentwürfen von Edwin Hirzel (1940/41)
  • Mappe mit Fotos, Zeichnungen und Entwürfe von Schlafzimmermöbeln, Schreibtischen, Pläne Hotel Beau Rivage
  • Mappe mit Zeichnungen auf Pergament und Karton von Möbeln und Zimmereinrichtungen
  • Copierbuch von 1905 und 1908 Korrespondenz und Rechnungen
  • Zahltag-Buch (1907) mit Verzeichnis der Arbeiter
  • Zahltag-Buch (1908) mit Verzeichnis der Arbeiter
  • Zahltag-Buch (1915)
  • Fakturenbuch 1905
  • Fakturenbuch 1914 bis 1924
  • Kassenbuch Nr. 1 - 1905
  • Hauptbuch Nr. 1 - 1905
  • Mappe mit Sanitären Apparaten von A. Fischer, Wetzikon
  • Mappe mit Unterlagen über Gewerbeverein Wetzikon
  • Mappe mit Unterlagen über Ausbildung, Berufsschule, Gewerbeschule, Fachschule für Schreinerlehrlinge Schulhaus Guldisloo, Fotos
  • Zeichnungen Schlafzimmermöbel
  • Situationsplan der Liegenschaft des Herrn Edwin Hirzel, 1911
  • Heft mit Inventar/Geschäftsbeginn 1905
  • Ernennungsurkunde der Freiwilligen Feuerwehr Oberwetzikon von Edwin Hirzel zum Ehrenmitglied, 1930

Grüner Planschrank

  • Zweitunterste Schublade - rechts
  • Mappe mit verschiedenen Entwurfszeichnungen von Möbeln
  • Wettbewerb Nürnberger Schreiner Fachschule
  • Entwurfspläne der Inneneinrichtung des Sternen und Ochsen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Chronik Bezirk Hinwil, 1944, Seite 230/231
  2. Inserat 1905
  3. 3,0 3,1 3,2 Abschrift auf Grundprotokoll, Kopie im Gewerbearchiv Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  4. Datenbank Archiv Ortsgeschichte, aufgerufen am 22. November 2016
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Chronik Bezirk Hinwil, 1961
  6. ZO 10. Februar 1972
  7. ZO 7. April 1977
  8. ZO 24. November 1982
  9. ZO 4. September 1980
  10. ZO 3. Oktober 1991
  11. ZO 19. September 1992
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