Heinrich Messikommer

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Heinrich Messikommer

Heinrich Messikommer (*10. August 1864 in Wetzikon;†30. Mai 1924 in Zürich) besuchte die kunstgewerbliche Abteilung des Technikums Winterthur, arbeitete ab 1888 als Fotograf in Wetzikon und eröffnete 1891 in Zürich ein Antiquitätengeschaft.

Chronik[Bearbeiten]

1864 Am 10. August geboren als Sohn des Pfahlbauforschers Jakob Messikommer und der Babette Barbara geb. Mäder im Haus Tobelackerstrasse 27.

Nach den Schulen in Wetzikon besucht Messikommer die kunstgewerbliche Abteilung des Technikums in Winterthur.[1]

1882 Als 18-Jähriger gibt er mit seinem 16jährigen Freund Robert Forrer in Hottingen eine kleine Zeitschrift für Prähistorie, «Unterhaltungsblatt für Freunde der Altertumskunde», später die «Antiqua», heraus.[1][2]

Es folgen eine kurze Ausbildung zum Fotografen bei L. Zipfel in Stadelhofen und Aufenthalte in der Westschweiz.[1]

1888 Am 21. März kehrt Heinrich Messikommer von Chambèry zurück, mit dem Vorsatz seinen Beruf als Fotograf auszuüben. Auf einem Grundstück seines Vaters Jakob, an der Strasse von Stegen nach Wetzikon, richtet Heinrich ein fotografisches Atelier ein.[3]

1890 Vermählt sich Heinrich Messikommer am 27. Februar mit Alwine Bosshard von Irgenhausen (*1867;†5. Dezember 1910) in der Kirche Pfäffikon.[3]

Atelier Heinrich Messikommer in Wetzikon

1891 Messikommer verlegt sein Geschäft nach Zürich - zuerst im Hause «Zur Muschel» bei der Gemüsebrücke, danach im Haus «Zum roten Ochsen» und schliesslich im Zunfthaus zur «Meise». Er veranstaltet Auktionen, zu denen er die Kataloge selber verfasst.[3]

1892 Unternimmt Heinrich, der sich inzwischen in Zürich befindet, Nachgrabungen auf der Burgruine Werdegg bei U. Hittnau. Er findet Kanonenkugeln aus Eisen, Türbeschläge, Töpferarbeiten etc.[1]

1895 Kommt die Tochter Alwina Meta zur Welt. Getauft wird sie am 4. August.[1][1]

1904 Entsteht der Katalog der Glasgemäldesammlung der Baronin De Trétaigne in Paris. Vielfach wird er als Kunstexperte beigezogen.[1]

1918 Schenkt Messikommer ein 7'064 Quadratmeter grosses Riedareal in Robenhausen, «Reservation Messikommer», der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft. Mit der Schenkung verknüpft ist die Bedingung, dass 50 Jahre lang keine Nachgrabungen ausgeführt werden dürfen.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Spezielles[Bearbeiten]

  • Heinrichs Tochter Meta Messikommer schenkt das Pfahlbauten-Gästebuch (1865-1895) ihres Grossvaters Jakob Messikommer mit vielen Unterschriften von Gelehrten aus der ganzen Welt der Antiquarischen Gesellschaft Zürich. Das Buch befindet sich im Staatsarchiv Zürich: Signatur: W I 3.183[4]

Literatur[Bearbeiten]

Fotos von Heinrich Messikommer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Georg Strickler: Verdienstvolle Männer vom Zürcher Oberland
  2. Heimatspiegel 6/1973 Heinrich Messikommer
  3. 3,0 3,1 3,2 Jakob Messikommer, Biographische Notizen 1828-1896
  4. Staatsarchiv Zürich, Winterthurerstrasse 170, Zürich, Auskunft am 30. März 2017
  5. Abdruck aus den Nekrologen zu den Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft, Luzern 1924. 2. Teil, Anhang, S. 3 bis 9