Hedi Lang

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Hedi Lang

Hedwig (Hedi) Lang-Gehri (*30. Oktober 1931 in Uster; †31. März 2004 in Zollikerberg) Die SP-Politikerin war Primarschulpflegerin, Gemeinderätin, Nationalrätin und Zürcher Regierungsrätin.

Stationen[Bearbeiten]

1966 bis 1970 Primarschulpflegerin in Wetzikon

1970 bis 1978 Gemeinderätin in Wetzikon

1971 bis 1983 Nationalrätin (1981 Nationalratspräsidentin)

1983 bis 1995 Regierungsrätin in Zürich (1989/90 und 1994/95 Regierungsratspräsidentin)


Leben[Bearbeiten]

1957 Heirat mit Erwin A. Lang (*1908 †1973), Redaktor bei der Oberländer Arbeiterzeitung (AZ), SP-Kantonsrat und SP-Nationalrat. Durch ihn wurde Hedi Lang mit der Politik vertraut. Das Paar wohnte lange Zeit im 1978 abgerissenen Haus an der Spitalstrasse 3, später SUVA Neubau.

Haus Spitalstrasse 3

1966 Einstieg in die lokale Politik als Primarschulpflegerin

1970 Wahl als erste Frau in den Wetziker Gemeinderat. Ressort Soziales bis 1978.

1971 Bei den ersten Wahlen nach Einführung des Frauenstimmrechts auf Bundesebene schafft sie als erste Frau den Sprung in den Nationalrat, im Kanton Zürich zusammen mit Martha Ribi und Lilian Uchtenhagen. Sie werden zum Symbol für die Gleichstellung der Frau in der Schweiz.

1980 Im Nationalrat übernimmt sie das Präsidium der Geschäftsprüfungskommission.

1981/82 Am 30. November 1981 wird Hedi Lang zur Präsidentin des Nationalrates gewählt. Wetzikon veranstaltet am 2. Dezember eine grossartige Wahlfeier in Wetzikon.

1983 Zieht sie als erste Frau überhaupt in der Schweiz in eine kantonale Exekutive, den Zürcher Regierungsrat ein. (1977 war sie Konrad Gisler unterlegen.) Im Regierungsrat übernimmt sie für zwei Amtsperioden die Direktion der Justiz und des Innern. Sie wechselt für die letzten vier Jahre Amtstätigkeit in die Direktion der Volkswirtschaft.

1988/89 und 1994/95 Präsidiert sie das Regierungskollegium.

1983-1991 Ist sie daneben für die Gebäudeversicherungsanstalt zuständig, worin sie als Präsidentin die Aufsichtskommission leitet und sich massgebend einsetzt für die Reformen im Brandschutz und in der Feuerwehr. So ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Zürcher Feuerwehr, und später auch auf dem Land, ihr Verdienst.

1995 Rücktritt von der «Politbühne» infolge Pensionierung. In der ehemaligen «Chuttlerei Angscht» in einem umgebauten Flarzteil, Bahnhofstrasse 90, wohnt Hedi Lang bis zu ihrem Tod 2004.

Wohnhaus Hedi Lang an der Bahnhofstrasse 90

2004 Am 31. März stirbt Hedi Lang. Eine heimtückische, zwei Jahre dauernde Krankheit hatte ihr schwer zu schaffen gemacht. In einer schlichten Abdankungsfeier am Mittwoch, 7. April nimmt die Bevölkerung im Beisein von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft Abschied von Hedi Lang, die als «Frau der ersten Stunde» Wetzikon schweizweit populär machte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Zeitzeugen im Gespräch; 50 ausgewählte Beiträge aus der Serie «Das ZO-Interview am Samstag»; Aus Anlass des 125-Jahr-Jubiläums der Druckerei Wetzikon AG

Spezielles[Bearbeiten]

  • Fotoalbum im Archiv Ortsgeschichte von der Wahlfeier in Wetzikon, als Hedi Lang zur gewählten Nationalratspräsidentin gefeiert wurde. Mit dabei damals auch Willi Ritchard als amtierender SP Bundesrat.
  • Ein Fotoalbum mit Aufnahmen von der Überschwemmung vom 10. August 1984 aus dem Nachlass Hedi Lang wird im Archiv Ortsgeschichte aufbewahrt.
  • 2005 wird im Quartier Widum eine Strasse nach Hedi Lang benannt: Hedi-Lang-Strasse. Am 31. Oktober 2008 wird die Strasse offiziell eingeweiht.[1]

Zeitungsartikel[Bearbeiten]


Filme / Audio[Bearbeiten]

Audio_64 ab Tonband-Kassette Referat Hedi Lang an der Altersstubete vom 6.2.1996 über ihr Leben, vor allem die politische Laufbahn.

  • Hörprobe aus dem Referat, Dauer: 8 Minuten.
  • Zum Abspielen bitte auf den Player klicken.
  • mp3 Download
  • Eine mp3-Datei mit dem ganzen Vortrag von Hedi Lang ist im Archiv Ortsgeschichte erhältlich.


Audio_69 ab Tonband-Kassette Hedi Lang erzählt über ihren Werdegang anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Chronikstube 1997.

  • Hörprobe aus dem Referat, Dauer: 6 Minuten.
  • Zum Abspielen bitte auf den Player klicken.
  • mp3 Download
  • Eine mp3-Datei mit dem ganzen Vortrag von Hedi Lang ist im Archiv Ortsgeschichte erhältlich.


Dias[Bearbeiten]

Fotos[Bearbeiten]


Inhalt Schachtel Archiv Ortsgeschichte[Bearbeiten]

  • Historische Karten von Wetzikon zum Andenken an 100 Jahre Antiquarische Gesellschaft Wetzikon 1887-1987 (Nachdruck)
  • Ein kunstgestricktes Wetzikerwappen
  • 3 Hefte mit Zeitungsartikeln (Bis 1970), 1974-1987 und 1988-2004
  • ZO-Interview mit Regierungsrätin Hedi Lang am 5. Dezember 1992.
  • Bild aus der Schweizer Illustrierten aus der Privatwohnung an der Bahnhofstrasse 90 aus dem Jahre 1981.
  • Gesamtausgabe einer Schweizer Illustrierten von 18. April 1983 mit einem Porträt vor der Wahl zur Regierungsrätin in Zürich.
  • Eine Zusammenfassung über Hedi Langs Leben von Lys Wiedmer-Zingg aus die Schweizer-Macherinnen.
  • Kochbuch aus Uri mit Inschrift: «Dieses Buch gehört Frau Regierungsrätin Hedi Lang»
  • Tellerbild mit Hedi Lang, rote Herzchen mit Aufschrift Hedi Fan
  • Pin oder Button mit Aufschrift: Für eus: Hedi Lang in den Regierungsrat
  • Geschenk an Hedi Lang aus Süd-Afrika: Silberschale mit Gold verziert
  • Silberschale aus Österreich mit Visitenkarte vom damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil
  • 5 Postkarten an Hedi Lang adressiert (Aus Nachlass Hedi Lang)
  • 1 Kochbuch für Senioren, unter anderem als Autorin Stadträtin Emilie Lieberherr. Im Buch inliegend ein persönliches Schreiben von Emilie Lieberherr an Hedi Lang.
  • 1 Rezept von Hedi Lang mit Schreibmaschine geschrieben auf einer Nationalratskarte.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ZO 1. November 2008