Roland G. Leu

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Roland G. Leu

Portrait von Roland G. Leu
Portrait von Roland G. Leu

Vor­name: Roland G.
Nach­name: Leu
Ge­schlecht: männlich
Geburts­datum: 30. April 1938
Beruf: Architekt, Künstler
VIAF: Kennung des Eintrags zur Person im „Virtual International Authority File (VIAF)“. 95883254

Roland G. Leu (geb. 30. April 1938). Er studierte Architektur an der ETH Zürich und Finnland. Seit 1993 ist sein Arbeitsort in der Spinnerei Schönau.



Leben

Ausbildung

1958 – 1963 Nach dem Realgymnasium in Zürich absolviert Roland G. Leu das Architekturstudium an der ETH Zürich. Während der Studienzeit erfolgen Einsätze im Architekturbüro am Lehrstuhl von Professor Alfred Roth und in der Türkei in Ankara im grossen Bauministerium des Landes. 1962 bewältigt er ein zusätzliches Studienjahr in Finnland zum umfassenden Studium der finnischen Architektur (Stipendium der ETH) mit praktischen Arbeiten im Büro Professor Timo Pentilä in Helsinki.

Beruf und Familie

1963 Nach der Heirat mit Rosemarie Egger beschliesst das Paar für einen Dienst der Entwicklungsarbeit Bern nach Rwanda zu verreisen.

1964 – 72/83 Es entstehen Projekte für die erste Staatliche Mittelschule des Landes Rwanda, das „Collège Officiel de Kigali“, auch Expertenhäuser, in Zusammenarbeit mit dem Studienfreund Urs Hettich, dem späteren Kantonsbaumeister in Bern, gemeinsam mit dem neuen Team „Peacecorps“ der Schweiz. Die Arbeit in Rwanda zieht sich über Jahre, die eigene Bauunternehmung mit Rwandesen und die neu geschaffenen Ateliers zur Ausbildung von Bau - Handwerkern neben dem neuen Schulzentrum, gestützt vom schweizerischen „Peacecorps Team“.

1966 Eigenes Atelier an der Neptunstrasse Zürich und freie Mitarbeit im Büro Peter Steiger. Unter seiner Hand entstehen Vorfabrikationssysteme und damit ein Swissairbau grösseren Umfangs.

1968 bis 1972/1981 Wichtige familiäre Pläne stehen im Vordergrund. In diesen Jahren kommen die zwei Buben Thomas und Andreas, und die Mädchen Kathrin und Barbara zur Welt. 1981 kommt Florian zur Familie.

1974/75 Roland G. Leu kommt der Gedanke eine spezielle Wohnsiedlung im Sinne eines gemeinschaftlichen Wohnens zu entwerfen und zieht mit seiner Familie in die Pionier-Wohnsiedlung Am Aabach in Mönchaltorf.

1993 Der Architekt bezieht sein Atelier in der ehemaligen Spinnerei Schönau.[1]

2007 Roland G. Leu zieht sich aus der aktiven Arbeit als Architekt zurück.

Künstlerische Arbeiten

Die künstlerische Seite im architektonischen Entwurf hat Roland Leu gut in seine Baupraxis integrieren können. Roland G. ist nicht nur fasziniert von Reisen und Fotografieren, auch Zeichnen und Malen begleiten ihn. Mit dem Aquarellieren könne er einfangen und wiedergeben, was ihn auf Reisen bewegte. Das Malen in Acryl öffne den Raum für die gestalterischen Fantasien am besten, wohingegen die Radierungen der Architektur, dem Umgang mit Raum und Volumen, sehr nahe ständen. Beflügelt ist er beim Bauen von Modellen. In dieser Welt voller Visionen sollen immer wieder neue Ideen die räumliche Lösung erwirken - den architektonischen Ausdruck bewirken.[2]

Unterrichtstätigkeit

  • 1968/72 Unterrichtsassistent an der ETH Zürich im Team von Professor Bernhard Hösli an der Abteilung für Architektur.
  • 1970/74 Interdisziplinärer Nachdiplomkurs für Entwicklungsländer (INDEL) als Assistent bei Prof. Custer, basierend auf den Erfahrungen mit eigenen Projekten in Rwanda.
  • 1973/74 Gastdozent an der Cornell Universität in Ithaca New York mit der Gelegenheit, einen anspruchsvollen Unterricht, Entwurf und Konstruktion, zu verbinden mit der eigenen Familiengeschichte: Familie als Teil des beruflichen Alltags. Alle sind mit dabei ein ganzes Semester lang.
  • 1975 Die eigene Sommerschule für Cornell in Locarno, Ateliers im Kloster Sta Catharina, Arbeiten in allen Tälern um Locarno, Prof. Scheebli als Gast. Zudem Studienreisen mit drei VW-Busse nach Italien im Sommer 1975.
  • 1983/90 Erneuter Unterrichts - Einsatz in den USA: Wohnen in Norwalk nördlich New York mit der ganzen Familie für vier Monate mit einer Unterrichts - Verbindungen zu Yale Universität in New Heaven und zu Columbia Universität in New York.
  • 1990 Filmarbeit an sechs bekannten amerikanischen Architekturschulen an der Ostküste der USA: Cornell University, Syracuse State University, Harvard University, Rhode Island School of Design, Yale University Architecture, Columbia University New York. Der Film bringt Erfahrungen für den Unterricht, die Gestaltung der Architekturabteilung in der Sulzerhalle in Winterthur.
  • 1985 – 2002 Wahl an die Zürcher Hochschule Winterthur (ZHAW), Abteilung für Architektur. Projektwochen und Seminarreisen nach Russland, Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich. Wertvolle Unterrichtsjahre neben der eigentlichen Praxis im eigenen Architekturbüro.

[2]

Wettbewerbe

Mitwirkung als Jurymitglied, Leitung und Mitarbeit als Experte in Wettbewerben für Wohnungsbau, Heimbauten, Schulen und Sportanlagen.

Architektur von Roland G. Leu

Schulbauten - 1971 bis 1997

  • Collège Officiel de Kigal / Rwanda
  • Gewinn Wettbewerb Neubau der Kantonsschule Glarus (1971)
  • Erweiterung Hochalpines Töchterinstitut in Ftan
  • Allmendschulhaus Meilen (Erweiterung)
  • Primarschule Heggerwies Schwerzenbach (Erweiterung Klassenzimmer, Sporthalle und Singsaal)
  • Kindergarten Wohnen Breiti Herrliberg

Wohnsiedlungen und andere Bauten - 1975 bis 2007

  • Wohnsiedlung am Aabach in Mönchaltorf (Pionier-Wohnsiedlung 1975)
  • Wohnsiedlung am Tobelweg in Feldmeilen
  • Wohnsiedling im Bungert in Otelfingen
  • Wohnsiedlung im Heugarten in Mönchaltorf
  • Renovation der Villa Mercier mit Gartenhaus in Glarus (Neunutzung Kantonsspolizei Glarus)
  • Wohnsiedlung in Reben in Gossau ZH
  • Säntisstrasse Illnau
  • Arveneweg in Oberwinterthur
  • Studiohäuser an der Bahnlinie Zollikon-Küsnacht
  • Töbeli Meilen, Eigentumswohnungen
  • Friedhof Mönchaltorf, Friedhofhalle und Parkanlage
  • Wohnsiedlung Römerwiese in Jona Kempraten
  • Rennweg Herrliberg, soziale Wohnungsbauten
  • In der Breite Herrliberg - Verbindung von Kindergärten und Wohnungen
  • Wohnhaus Fässler Appenzell
  • Widmenwies Wetzikon, 22 und 75 Wohnungen, Städtisches Wohnen im Eigentum und Mietwohnungen (1998 bis 2000)
  • Einfamilienhaus - Villa Enzian in Herrliberg
  • Erweiterung Wohnüberbauung Widmenwies Wetzikon mit insgesamt 75 Wohnungen, alles in Rot (2004 bis 2007)

Spitalbauten - 1988 bis 2003

  • 1970 Spital Kigali Rwanda, Patienten - Trakt, Realisierung in den Jahren 1980, Belgische Assistance.
  • Höhenklinik Braunwald, Renovation und Erweiterung
  • Kantonsspital Glarus, Sanierung und Erweiterung

[3]

Siehe auch

Publikationen

Fotoserie von Herbert Augsburger

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ZO 18. September 1993
  2. 2,0 2,1 Persönliche Biographie Roland G. Leu
  3. http://archprof.ch/titel.htm Website Roland G. Leu, archprof.ch