Burg Kempten

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Burg Kempten allgemein

Reprografie Aquarell, ©Zentralbibliothek Zürich, Kartensammlung

Als erste Besitzer der Burg Kempten erscheinen die Freiherren oder Edeln von Kempten, wie Felix Meier in seinem Geschichtsbuch auf Seite 72 beschreibt. Vermutlich schon ums Jahr 700 bezogen sie eine hoch über den Schluchten des Wallenbaches und seiner Zuflüsse auf einem äusserst steilen Hügel erbaute Burg. Dabei erstellten sie rings um den Schlosshügel einen tiefen Graben.[1]

1292 oder 1296 Während den Auseinandersetzungen Zürichs mit Albrecht von Oesterreich wird die Burg des Freyherrn Gerung II von Kempten niedergebrannt. Wiederaufbau durch Gerung II.

1420 Brand von Kempten: «als Kämpten (ist) verbrunnen» heisst es im Lehenbrief von Kempten aus dem gleichen Jahre.

1521 Die Burg Kempten verbrennt.[2] Die Burg verbrennt, angeblich infolge Unvorsichtigkeit oder Böswilligkeit einer «verwändten, losen Dienstmagd», worauf der gerichtsherrliche Sitz ins Dorf verlegt wird (Junkernhaus). Innerhalb der Burgmauern wird ein neues Gebäude errichtet.

Reprografie Aquarell, ©Zentralbibliothek Zürich, Kartensammlung

1799 Stürzt die alte, morsch gewordene Wohnung ein, worauf der damalige Besitzer, Georg Schneider, das Gebäude dem Verfall überlässt.

1971 Etwa um diese Zeit versucht der Gemeinderat, das Areal öffentlich zugänglich zu machen, aber der Besitzer möchte das nicht. Er befürchtet «Zleidwerkerei» und Unordnung.

1980 Der Burghügel wird kantonal geschützt.

Zürcher Sagen - Der Brunnen bei der Burg Kempten

Brunnen

Dem Burghügel bei Kempten [3] entspringt eine Quelle, die das ganze Jahr, Sommer und Winter, gleich stark und immer gleich kühl fliesst. Kein Mensch hat sie je einmal versiegt gesehen. Man erzählt sich, das Wasser entströme einem goldenen Brunnentrog, der tief unter dem Hügel liege. Der Teufel selber bewache ihn, und wer den goldenen Schatz heben wolle, müsse dem Schwarzen dafür ein neugeborenes Kind opfern.

«Anno 1226 - Mittelalterliches Leben aus dem Zürichgau

Living History nennt man die Darstellung historischer Lebenswelten durch Personen, deren Kleidung, Ausrüstung und Gebrauchsgegenstände in Material und Stil möglichst realistisch der dargestellten Epoche entsprechen. Im Zürcher Oberland existiert die Gruppe «Anno 1226», die das mittelalterliche Leben darstellt. Die Charaktere basieren teilweise auf historisch verbrieften Personen. Um eine Darstellung zu ermöglichen reichen jedoch die historisch belegbaren Fakten bei weitem nicht aus, da sie zumeist in Form von Zeugnisbescheinigungen auf Urkunden höher gestellter Adliger sind. So wurde bei der Entstehung der Charaktere Wert auf die künstlerische Freiheit gelegt.[4]

Zeichnungen

Literatur

  • Geschichte von Wetzikon, von Felix Meier, Seite 72 ff Nachdruck des Buches unter ISBN 978-1-275-77643-2.
  • Der Schmied zur Werdeg/Hittnau: Historischer Roman von Hans Jörg Egli/15. Jh. DK EGLI
  • «Sagen us em Züri-Oberland», K.W. Glaettli
  • Die Freiherren von Wetzikon und von Kempten, Jakob Streuli 1990, DK Ke 904
  • Heimatspiegel November/1961 Zur Geschichte von Burg und Herrschaft Kempten bei Wetzikon von Ernst Zehnder

Dias

Fotos

Lage

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Einzelnachweise

  1. Geschichte der Gemeinde Wetzikon, Seite 72
  2. Felix Meier: Geschichte der Gemeinde Wetzikon, Seite 10
  3. Buch Zürcher Sagen, K.W. Glaettli, Seite 91
  4. www.anno1226.ch, aufgerufen am 4. April 2017