GZO Spital

Aus Ortsarchiv
Share/Save/Bookmark
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] GZO AG Spital Wetzikon - Allgemeine Informationen

Alt und Neubau Spital Wetzikon


Seit nunmehr 101 Jahren sichert das Spital Wetzikon die regionale medizinische Gesundheitsversorgung im Zürcher Oberland. Das kleine Landspital mit einer Handvoll Betten ist über die Jahrzehnte zu einem modernen 200-Betten-Spital mit lokaler Verankerung und überregionaler Ausstrahlung herangewachsen. Nach der umfassenden Erweiterung und Modernisierung im Jahr 2003 war der letzte wichtige Meilenstein die Umwandlung des Zweckverbandes in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die GZO AG.



[Bearbeiten] Geschichte seit 1881 bis heute

[Bearbeiten] 1881-1909

1881 bis 1884 Als «Vorläufer» existiert an der Tödistrasse 18 eine Krankenstube. Zum Jahreszins von Fr. 580.-- im kleinen Haus des Heinrich und Jakob Weber beim Friedhof besorgen Privatpflegerinnen und Ärzte den Pflegedienst Hilfsbedürftiger, ohne Honorar. Die Kosten inklusive Medikamente trägt der Krankenpflegeverein. Es werden keine Pocken- und Cholera-Kranke aufgenommen.

Erstes Krankenasyl, Asylstrasse 54

1884 Bis 1910 steht das erste Krankenasyl, (später Altersasyl), an der Asylstrasse 54. Errichtet mit Gaben und auf Land des Fabrikanten Bidermann, in der Stegen, für Fr. 24'000 mit 18 Betten, ohne Zentralheizung und elektrischem Licht. Jetzt wird ein Krankengeld erhoben, das einen Franken pro Tag beträgt. Arztbetreuung und Medikamente sind weiterhin gratis.


[Bearbeiten] 1910-1970

1910 Einweihung des neuen Spitals auf der Egg am 4. Dezember 1910. Architekt ist Johannes Meier im Schloss Wetzikon. Baukosten: Fr. 190'000.-- Hauptgebäude mit 67 Betten, Fr. 53'000.-- Absonderungshaus, Fr. 12'000.-- Ökonomiegebäude mit Waschküche und Totenraum. Gesamtkosten mit Umgebungsarbeiten und Landankauf Fr. 367'899.--. Kanton und Bund leisten Subventionsbeiträge von insgesamt Fr. 39'700.--. Das Überbauungsland hatte der Gemeindekrankenverein bereits einige Jahre vorher für Fr. 10'000.-- gekauft und zum Teil mit Wald bepflanzt. Für die Ausstattungskosten des Spitals brachte ein Bazar Fr. 15'200.-- ein. Beteiligt sind die Gemeinden Bäretswil, Gossau, Grüningen, Seegräben, Wetzikon und Hinwil. Letztere trat später als Verbandsgemeinde zurück. Erster Präsident ist Dekan Josias Flury, der auch die Baukommission präsidiert. Der Vicepräsident ist Fabrikant Wilhelm Honegger. Als erster Verwalter, bis 1925, wird a.Lehrer J.K. Sutter aus Robank eingesetzt. Erste Spitalärzte sind Dr. med. Hans Haegi, Kempten und Dr.med. Jacek Michalski.

1912 Präsident Pfarrer Josias Flury stirbt nach einem überaus segensreichen Wirken für die ganze Gemeinde. Zum Hauswart wird Emil Deboni gewählt. Dieser originelle und tüchtige Mann betreut auf mustergültige Weise den Ziergarten sowie den grossen Gemüsegarten.

Spital 1933

1928 Oberschwester ist Anna Dolder, die bis 1946 im Spital wirken wird.

1930 Neuer Spitalverwalter wird Kantonsrat Altorfer.

1933 Pfarrer Kaspar Honegger als Kommissionspräsident erreicht die Spitalerweiterung gegen Nordwesten, Baukosten Fr. 766'000.--, inklusive Neubau eines Absonderungshauses.

1940 Ernst Kägi aus Unterwetzikon wird zum neuen Spitalverwalter gewählt, Fräulein Th. Hess zur Hausbeamtin.

1941 Umwandlung der Genossenschaft in eine Stiftung.

1946 Wird der Neubau erstellt für das Angestelltenhaus an der Spitalstrasse 48.

1947 Als Nachfolgerin der zur Legende gewordenen Oberschwester Anna Dolder wird Oberschwester Milly Rütschi berufen.

1957 Die seit 1955 stark umstrittene Einführung des Chefarztsystem wird verwirklicht: Inneres Dr. Rud. Pfisterer, Chirurgie Dr. Ernst Fritzsche. Ab jetzt kann man per Telefon den Arzt mit Sonntagsdienst erfragen.

1960 Am 9.Dezember druckt «Der Freisinnige» einen Artikel «50 Jahre Kreisspital Wetzikon», worin Jakob Hauser (J.H.) einen guten Geschichtsablauf zusammen fassst. Der langjährige Spitalverwalter Kägi übergibt die anspruchsvolle Aufgabe an Gemeinderat Arno L'Eplattenier, der den Posten vollamtlich versieht.

1961 Weiteres Personalhaus an der Schneggenstrasse 42 durch Architekt Peter Simmler erstellt.

1968 Abstimmung über einen Spitalneubau in Wetzikon. Gemeindeanteil Fr. 3'239'000.--.

Kreisspital Wetzikon im Bau 1972

1970 Am 10. März ist Baubeginn des Spitalneubaus auf der Egg.


[Bearbeiten] 1971-2000

1977 Der imposante (14-stöckige) Neubau (-Turm) für 45 Millionen Franken kann an Ostern bezogen werden, wobei die beiden 9. und 10. Geschosse noch nicht fertig ausgebaut sind. Im Bodengeschoss U3 befindet sich die geschützte Operationsstelle mit etwa 800 - 1200 Plätzen.

Der Neubau kann bezogen werden

1989 Der grösste Brandfall im Spital Wetzikon auf dem Dachstock im Altbau.

1990 Im alten Spital wird in den unteren Stockwerken die psychiatrische Poliklinik, in den oberen ein Krankenheim eingerichtet.

1992 Ausbau des 9. und 10. Stockwerks.

1994 Entsteht an der Spitalstrasse 50 ein weiteres Personalhaus.

1997 Im Zuge kantonal angeordneter Sparmassnahmen sollen die Regionalspitäler Bauma, Pfäffikon und Wald schliessen. Abbau von 800 Betten.

1998 Die Spitäler Wald und Rüti schliessen sich zusammen.

1999 Das Personalrestaurant wird erweitert durch einen Anbau, Einweihung am 5.11. In der Psychiatrie Wetzikon richtet man ein Schlafmedizin-Zentrum ein. Ab Mai greift die neue Gesundheitsversorgung durch Umfunktionierung der Oberländer Spitäler. Die Gemeindeversammlung vom 14. Dezember stimmt dem Beitritt zum Zweckverband GZO «Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland» zu.

2000 Das Kreisspital Wetzikon wird umgetauft in «Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland». Im Mai finden Protestaktionstage in Wetzikon und anderen kantonalen Spitälern statt. Neu ist der Notruf: 144. Der GZO-Kredit für einen Spital-Umbau von 30 Millionen Franken sorgt auch im Verband für Diskussionen. Ende September schliesst das Spital Rüti. (Quelle ZO 20.9.2000)


[Bearbeiten] 2001-2011

2001 Im Februar Anschaffung eines Multeslice-Computertomographen für 1,2 Millionen Franken. Im März wird der Rettungsdienst durch Notarztdienst ergänzt. Die GZO geht Kooperation mit Kinderkrippe Eden ein und sichert damit Krippenplätze für Spitalmitarbeiter. Im September Auszeichnung mit dem WHO-Label «Gesundheitsförderndes Krankenhaus».

2002 Am 11. Januar als erstes Haus im Kanton Zürich das «Schmerz-Qualitätslabel» erhalten. November: Eigenständiger Bereich für Sportmedizin unter Gery Büsser.

2003 20 Jahre Alterstagesklinik Wetzikon (Für psychiatrische Dienste). Am 11. November wird die Frauenklinik nach Umbau und Sanierung eingeweiht. Am 1. Dezember löst Andreas Gattiker Stefan Würsch als Direktor des GZO-Spitals Wetzikon ab.

2006 An der Generalversammlung der Zweckverbandsgemeinden (GZO-Kommission) wird neu Gossau's Gemeindepräsident Jörg Kündig zum Nachfolger des langjährigen Präsidenten Heinz Salzmann gewählt. (Quelle ZO 8.6.2006)

2008 Seitdem ist das Unternehmen GZO Spital Wetzikon stetig gewachsen und wurde in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandet.

2010 Dieter Michel, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Paraplegiker-Zentrums Nottwil, wird ab 1. Juni neuer Ärztlicher Direktor für das Spital Wetzikon. Im Rahmen der Umwandlung der GZO AG in die gemeinnützige Aktiengesellschaft ist eine neue Führungsstruktur gebildet worden. (Quelle ZO 18.3.2010) Per 1. Mai tritt Dr. Heiner Vontobel von seiner Position als Chefarzt Medizin des Spitals Wetzikon der Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland (GZO) zurück. Sein Nachfolger ist Prof. Dr. Urs Eriksson. Er verfügt über die Facharzttitel Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin. (Quelle ZO 29.4.2010)

Bei der jährlichen Rangliste der Gesundheitsdirektion Zürich arbeitete das GZO Spital Wetzikon im Jahr 2009, wie bereits schon 2008 am günstigsten. Ein normal schwerer Fall kostete in Wetzikon 7369 Franken. (Quellen: Tagesanzeiger 1.7.2010 und ZO 1.7.2010)

Grafik aus dem Zeitungsartikel Tagesanzeiger 1.7.2010

Das Spital Wetzikon erhält eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage sowie eine neue Küche. Zudem werden die Hauptzufahrt und der Parkplatz saniert. Der Regierungsrat hat dafür einen Staatsbeitrag von 8 Millionen Franken zugesichert. Für die restlichen 3.5 Millionen Franken müssen die 13 Aktionärsgemeinden der Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland aufkommen. (Quellen: Tagesanzeiger 9. Juli 2010 und ZO 28.7.2010)

Die Gesundheitsvorsorge Zürcher Oberland AG (GZO) wählt Urs Fischer und Andreas Strahm in den Verwaltungsrat. Sie ersetzen die zurückgetretenen Mitglieder Horst Meier und Urs Egli. Im VR sitzen weiter Jörg Kündig, Carmen Müller Fehlmann, Martin Wettstein, Pius Renggli, Rolf Schwab und Andreas Gattiker. (Quelle Tagesanzeiger 26.8.2010)

Mit einem grossartigen Fest feiert das Spital am 2. Oktober sein 100-Jahre-Jubiläum. Auf dem Programm stehen: Vorträge, Führungen und ein Bettenrennen. (Quelle ZO 4.10.2010 und regio 7.10.2010)

Die Rechnung 2010 schliesst mit einem Plus von Fr. 543'929.-- ab. In diesem Jahr verzeichnet das Spital erstmals über 900 Geburten. Für die steigenden Leistungen hat die GZO 17 zusätzliche Stellen geschaffen, davon 10.7 bei der Pflege und 5.2 im ärztlichen Bereich. (Quelle ZO 20.4.2011)

2011 Am Donnerstag, 3. Februar 2011, wurde die neue Spitalküche eingeweiht und nach einem 7½-monatigen Umbau mit Provisorien, Lärm und Staub kann die Küchen-Crew des GZO Spital Wetzikon aufatmen.

Das Spital verfügt neu über eine Abteilung für Lungenkrankheiten, die von Dr. René Fiechter geführt wird. (Quelle regio 17.3.2011)

Die Räumlichkeiten schliessen in östlicher Richtung direkt an das Hochhaus des Spitals an und gehen am 19. September 2011 in Betrieb. Das Provisorium beherbergt neben der ambulanten Onkologie die Anästhesie-Sprechstunde, die Ernährungs- und Diabetesberatung sowie die Sozialberatungsstelle.

März 2012

2012 Im Vorjahr hatte ein Blitzschlag die alte Webcam beschädigt, so dass seit dem 6. März eine neue Cam bei guter Witterung Bilder vom Pfäffikersee über den Bachtel bis zum Alpenpanorama zeigt. Stationiert ist die neue Kamera auf dem Dach des GZO Spital Wetzikon (10. Stockwerk). (Quelle Internet gzo.ch)


[Bearbeiten] Aktionärsgemeinden

Der Vorlage «Umwandlung in eine Aktiengesellschaft» hat der Zürcher Oberländer Souverän im November 2008 mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.

Die 13 Aktionärsgemeinden sind die Gemeinden Bäretswil, Bauma, Bubikon, Dürnten, Fischenthal, Gossau, Grüningen, Hinwil, Rüti ZH, Seegräben, Sternenberg, Wald und Wetzikon.

[Bearbeiten] Literatur

  • Heiliggeist-Spital - Bürgerspital Rapperswil, B. Anderes, DK SK 914
  • Broschüre Krankenpflegeverein Wetzikon 1879 - 1979
  • Broschüre 75 Jahre Kreisspital Wetzikon 1910 - 1985
  • Bernhard Gurtner, Biopsien - Kolumnen, Bedside Stories, Standesfragen, 2000, GURT (821)
  • Heimatspiegel 4/1998
  • Heimatspiegel 12/1999 «Eine soziale Institution im Wandel der Zeit», 120 Jahre Spitex, von Willi Müller
  • Heimatspiegel 1/2002 «Von der Krankenstube zur GZO», von Willi Müller
  • Hundert Jahre Gesellschaft und Sparkasse des Bezirks Hinwil


[Bearbeiten] Spezielles

  • Protokollbücher ab 1883 - befinden sich im Spitalarchiv
  • Ordner-Foto-Dokumentation über die Bauphase Spital-Neubau Einweihung 4. Februar 1977 von Hans Hefti im Archiv Ortsgeschichte


[Bearbeiten] Dokumente


[Bearbeiten] Ansichtskarten aus Sammlung Archiv Ortsgeschichte


[Bearbeiten] Kopien Ansichtskarten


[Bearbeiten] Dias


[Bearbeiten] Fotos - Originale im Archiv Ortsgeschichte


[Bearbeiten] Fotos Innenaufnahmen


[Bearbeiten] Fotos ohne Originale

[Bearbeiten] Weblinks

Offizielle Website Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland GZO