Usterstrasse 87

Aus Ortsarchiv
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Chronologie[Bearbeiten]

Vor 1951[Bearbeiten]

Spinnerei Stegen

Die Stegenmühle, Usterstrasse 88 bis 104, hatte zwei Nebenmühlen, die untere Stegenmühle und Spinnerei Stegen. Bereits im Jahr 1815 mietet Heinrich Kunz, der spätere Spinnerkönig zusammen mit seinem Vater den oberen Boden der Nebenmühle Stegen (Usterstrasse 87) um dort eine Anzahl Spinnstühle einzurichten. Weitere Mieter lösten sich ab. 1939 wird die Fabrik stillgelegt. 1948 verkauft die Vereinigte Spinnereien AG Aathal das Fabrikareal für 30'000 Franken an die Genossenschaft Lehr- und Kurshalle Wetzikon, mit Sitz in Zürich.[1]Am 22. März 1951 erfolgt der Abbruch der alten Fabrik zur Mühle. An dieser Stelle wird die Maurer-Fachschule errichtet, die im Herbst 1951 in Betrieb genommen wird.[2][3]

Internierte während des zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

Am 14. Februar 1941 kommen vom bernischen Seeland her, polnische Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten ins Zürcher Oberland. Sie werden zuerst in Medikon einquartiert. Unterricht erhalten die überwiegend jungen Soldaten in der Gewerbeschule im Tobelackerschulhaus. Später zieht man in die Stegenfabrik um. Die vor der Maturitätsprüfung stehen, besuchen das eingerichtete Gymnasiallager an der Ustertrasse 87. Die eigens bei der Fabrik aufgestellten Baracken dienen als Schulzimmer. Unterricht erteilen polnische Berufslehrer und teilweise Offiziere und Soldaten mit akademischer Ausbildung. Während der Schularbeit wird auch für Abwechslung gesorgt. Die Polen erweisen sich als tüchtige Arbeiter im Weg- und Strassenbau genauso wie in der Landwirtschaft. So werden sie auch zur berühmten «Anbauschlacht» beigezogen. Der Strandweg (Strandbadstrasse) von Wetzikon zum Pfäffikersee ist durch fleissige polnische Hände entstanden.[4]

Nach 1951[Bearbeiten]

Maurer-Fachschule, 1951

1952 Die neue Kurshalle für die Durchführung von Maurer-Lehrlings- und Fachkursen wird für eine offizielle Besichtigung geöffnet.[5]

Kantonale Maurerschule Wetzikon

1978 Die Maurerschule wird durch eine grössere Anlage in Effretikon ersetzt.[6][7][8]

1978-1995 Büchi Maschinenfabrik AG.[9]

1995 Neuma AG - Übernahme der Büchi Maschinenfabrik AG.[10]

1995 Die Antikschreinerei Anteprima öffnet. Im Untergeschoss befinden sich die Antikschreinerei, Showräume und auch das Lager. Parallel gehört auch der Ausstellungsraum, der 135 Quadratmeter umfasst, und vom Troittoir Usterstrasse gut zu sehen ist, dazu.[11]

2002 Zieht die Jobbus/Garage (Stiftung Netzwerk) in die Räumlichkeiten und betreibt eine Schreinerei.[12]

Präsidenten der Genossenschaft Maurer-Kurshalle Wetzikon[Bearbeiten]

  • 1948-1958 Fritz Surbeck-Wolfer, Zürich
  • 1958-???? Alfred Hirzel-Bruhin, Wetzikon

Fotos[Bearbeiten]

Fotos Maurerschule[Bearbeiten]

Fotos Spinnerei Stegen[Bearbeiten]

Ansichtskarten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zusammenfassung Alfred Hirzel, 1959, Kopie im Archiv Ortsgeschichte
  2. Chronik von Wetzikon 1951-1958
  3. Akten Gewerbeverein, Schachtel 2, im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  4. Chronik von Wetzikon, 1941
  5. Freisinnige 27. Februar 1952
  6. ZO 11. Oktober 1973
  7. ZO 13. Juni 1977
  8. ZO 12. Oktober 1978
  9. Internet www.neuma.ch, aufgerufen am 18. Januar 2016
  10. Internet www.neuma.ch, aufgerufen am 18. Januar 2016
  11. ZO 19. Dezember 1995
  12. Persönliche Auskunft Daniel Keller, Jobbus/Garage Uster am 9. August 2017