Chrattenweiher

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2010
1973

Entstehung[Bearbeiten]

1836 erbaute Erhard Honegger von Wernetshausen, Mechaniker, sesshaft zu Kempten, im Unterdorf dasselbst in der Nähe vom Kratten eine mechanische Werkstätte und Spinnfabrik; 1939 hatte diesselbe 1200 Spindeln, kam im nämlichen Jahre an die Gebrüder Schellenberg aus dem Aathal, 1854 an Schwan und Kraut, welche einen Weiher anlegten und eine Strasse zu ihrem Etablissement erstellten, 1860 an Albert Stauber von Oetweil und 1869[1] an Kaspar Heusser-Schellenberg (*1836†1910) von Irgenhausen, welch letzterer sie in eine Weberei umwandelte.[2]

Allgemeines[Bearbeiten]

1854 Wird der Chrattenweiher angelegt.[3]

Am Pfäffikersee - Chrattenweiher, Hans Künzi

1967/1970 Das Gebiet Krattenweiher wird anlässlich der Zonenplanrevision 1967 der sogennanten Freihaltezone zugewiesen. Damit wird die Gemeinde gegenüber betroffenen Grundeigentümern entschädigungspflichtig.[4] In der Chronik von Wetzikon 1970, Seite 78, erwähnt der Chronist, dass der Chrattenweiher vom Gemeinderat der Freihaltezone zugewiesen wurde.[5]

1978 Im Oktober schwemmt der reissende Bach das, den Einlaufkanal von groben Steinen und treibenden Ästen freihaltende, Gitter weg. Die Folge ist, dass der Zulauf kein Wasser mehr in das Becken lässt und die Fischereipachtgruppe am 17. Oktober den Weiher ausfischen muss.[6]

1979 Rechtzeitig zur Laichzeit wird der Auslauf instand gestellt und der obere Teil des Weihers aufgestaut.[7]

1981-1983 Die Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 1981 stimmt einem im Entwurf vorliegenden Verkaufsvertrag zu. Nach zwei Jahren erfolgt am 24. Juni 1983 die Eigentumsübertragung auf die Politische Gemeinde Wetzikon. Der Chrattenweiher einschliesslich dem Zu- und Ablauf befindet sich in einem verwahrlosten Zustand. Sämtliche Anlagen, die das Wasser aus dem Kemptnerbach in den Weiher leiten, sind reparaturbedürftig. Per Gemeindeabstimmung vom 4. Dezember 1983 wird ein Kredit von 390'000 Franken für die Sanierung des Chrattenweihers bewilligt.[8][9][10]

Chrattenweiher

1984 Die Sanierungsarbeiten, Umgebungsarbeiten mit Neuerstellung des Fuss- und Trampelweges mit Ruhebänken und die Brücke über den Kemptnerbach, kommen planmässig voran.[11]

1985 Neuanlage des Ein- und Ausflusses durch die Politische Gemeinde. Der obere Kasten zählt die Wassermenge im Bach. Im unteren ist auch ein Limnigraf eingebaut.[12]

1996 Wird der Chrattenweiher saniert.[13]

2009 Die Wasserqualität des Chrattenweihers ist schlecht. Der Gemeinderat beschliesst den Weiher ausbaggern zu lassen und das Schwemmgut zu entfernen. Dafür spricht er einen Betrag von 133'000 Franken.[14][15][16][17]

In einer Grossaktion wird der Chrattenweiher am 18. August 2009 ausgefischt.[18]

Die Sanierung ist rund 40 Prozent teurer geworden, da Schwermetalle im grösseren Umfang auf dem Weihergrund abgelagert waren. Statt 133'000 Franken kostete die Sanierung 188'000 Franken.[19][20]

2015 Im März brennt die Insel. Die ausgerückte Feuerwehr kann den Brand schnell löschen.[21]

2016 Seit einigen Jahren sind am Chrattenweiher Eisvögel daheim.[22]

Literatur[Bearbeiten]

  • Künzi Hans, Hauser Jakob: Am Pfäffikersee: Urlandschaft der Heimat, Wetzikon 1970, DK 904

Ansichtskarten[Bearbeiten]

Fotos[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans U. Rentsch: Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik 51 - Jakob Heusser-Staub, Ein Wirtschaftspionier des Zürcher Oberlandes
  2. Felix Meier: Geschichte der Gemeinde Wetzikon, Seite 271
  3. Felix Meier: Geschichte der Gemeinde Wetzikon, Seite 271
  4. Weisung Gemeindeabstimmung vom 4. Dezember 1983
  5. Chronik von Wetzikon 1970, Seite 78
  6. ZO 25. November 1978
  7. ZO 19. Mai 1979
  8. Weisung Gemeindeabstimmung vom 4. Dezember 1983
  9. ZO 30. November 1983
  10. ZO 21. November 1983
  11. ZO 6. August 1984
  12. Aufzeichnung Bescheider durch Alt-Chronist Werner Altorfer im Archiv Ortsgeschichte Wetzikon
  13. ZO 5. August 2009
  14. Medieninfo aus dem Stadthaus Wetzikon, 4. August 2009
  15. Tages-Anzeiger 6. August 2009
  16. regio 6. August 2009
  17. ZO 5. August 2009
  18. Tages-Anzeiger 19. August 2009
  19. regio 7. Januar 2010
  20. ZO 30. Dezember 2009
  21. ZO 12. März 2015
  22. ZO 22. März 2016